{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2007-11-08","aktenzeichen":"IX ZR 221/06","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIX ZR 221/06\n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n8. November 2007 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter \n\nDr. Fischer, die Richter Raebel, Dr. Kayser, Cierniak und die Richterin Lohmann \n\nam 8. November 2007 \n\nbeschlossen: \n\nDie Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem \n\nUrteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 31. Ok-\n\ntober 2006 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen. \n\nDer Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf \n\n30.000 Euro festgesetzt. \n\nGründe:\n\n1 \n\n2 \n\nDie Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung, und weder die \n\nFortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung \n\nerfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO). \n\nNach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erleidet der \n\nMandant, der infolge eines Anwaltsversehens eine Forderung verliert, nur dann \n\neinen Schaden im Rechtssinne, wenn er bei sachgerechtem Vorgehen des An-\n\nwalts Leistungen erhalten hätte. Die Behauptung des beklagten Anwalts, die \n\nverlorene Forderung wäre uneinbringbar gewesen, stellt das Bestreiten eines in \n\nGeld zu ersetzenden Schadens dar. Darlegungs- und beweispflichtig für die \n\nDurchsetzbarkeit des Anspruchs ist daher der klagende Mandant (BGH, Urt. v. \n\n19. September 1985 – IX ZR 138/84, ZIP 1985, 1503, 1505; v. 18. Mai 2004 \n\n- IX ZR 255/00, WM 2004, 2217, 2219; v. 29. Juni 2006 - IX ZR 76/04, WM \n\n2006, 2055, 2057). Gleiches gilt dann, wenn eine Forderung zu spät tituliert \n\nworden ist. Trotz der Beweiserleichterungen des § 287 ZPO hat der klagende \n\nMandant die Vermögensgegenstände zu bezeichnen, in die er gegebenenfalls \n\nhätte vollstrecken können, und zu beweisen, dass die Vollstreckung wahr-\n\nscheinlich Erfolg gehabt hätte; denn anderenfalls würde er mit dem von seinem \n\nAnwalt zu leistenden Schadensersatz einen Vorteil erlangen, den er ohne des-\n\nsen Fehler unter keinen Umständen erhalten hätte. \n\n3 \n\nOb der Vortrag der Klägerin ausreichte und die ihr obliegenden Beweise \n\ngeführt sind, ist eine Frage des Einzelfalles, die vom Tatrichter zu beantworten \n\nist. Verfahrensgrundrechte der Klägerin wurden nicht verletzt. Von einer weite-\n\nren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen. \n\nFischer \n\nRaebel \n\nKayser \n\nCierniak \n\nLohmann \n\nVorinstanzen: \nLG Aachen, Entscheidung vom 19.07.2002 - 8 O 526/01 - \n\nOLG Köln, Entscheidung vom 31.10.2006 - 3 U 107/02 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-11-08/ix-zr-221-06","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 287","ref_norm":"287","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-11-08/ix-zr-221-06","retrieved":"2026-07-10 22:10:33.952088+00:00"},"card":{"id":"bgh/2007-11-08/ix-zr-221-06","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"IX. 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