{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VII. Zivilsenat","decided":"2006-12-21","aktenzeichen":"VII ZA 7/06","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nVII ZA 7/06 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n21. Dezember 2006 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 21. Dezember 2006 durch \n\nden Vorsitzenden Richter Dr. Dressler, die Richter Dr. Haß, Dr. Kuffer, Bauner \n\nund die Richterin Safari Chabestari \n\nbeschlossen: \n\nDer Antrag der Klägerin auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für \n\ndie Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des 9. Zivil-\n\nsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom 28. September 2006 \n\nwird zurückgewiesen. \n\nGründe: \n\nI. \n\n1 \n\nDie Klägerin will gegen das ihr am 6. Oktober 2006 zugestellte Urteil des \n\nOberlandesgerichts Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Mit Fax ihrer zweit-\n\ninstanzlichen Prozessbevollmächtigten vom 6. November 2006 hat sie dazu die \n\nGewährung von Prozesskostenhilfe beantragt. Eine Erklärung über ihre persön-\n\nlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse hat sie diesem Antrag nicht beigefügt. \n\nDie entsprechende Erklärung ging erst am 11. November 2006 bei dem Bun-\n\ndesgerichtshof ein. \n\nII. \n\n2 \n\n3 \n\n4 \n\nDem Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe war nicht zu ent-\n\nsprechen. \n\nDie beabsichtigte Rechtsverfolgung hat keine hinreichende Aussicht auf \n\nErfolg. Die Antragstellerin kann die Nichtzulassungsbeschwerde nicht mehr in-\n\nnerhalb der Frist des § 544 Abs. 1 Satz 2 ZPO in zulässiger Weise einlegen. \n\nIhr könnte auch nicht im Hinblick auf ihre eventuelle Mittellosigkeit wegen \n\nVersäumung dieser Frist Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt wer-\n\nden. Diese setzt voraus, dass innerhalb der Rechtsmittelfrist ein vollständiges \n\nProzesskostenhilfegesuch eingereicht wird, dem grundsätzlich die Erklärung \n\nüber die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse gemäß § 117 Abs. 3 \n\nZPO beigefügt sein muss, aus der sich ergibt, dass die Kosten der Prozessfüh-\n\nrung nicht ohne Gewährung von Prozesskostenhilfe aufgebracht werden kön-\n\nnen. Denn nur dann muss ein Antragsteller mit einer Zurückweisung seines \n\nProzesskostenhilfeantrags vernünftigerweise nicht rechnen und ist seine Frist-\n\nversäumung als unverschuldet anzusehen (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Ok-\n\ntober 2003 - IX ZA 8/03, FamRZ 2004, 99; BGH, Beschluss vom 26. Oktober \n\n2005 - XII ZB 125/05, FamRZ 2006, 32). \n\n5 \n\nAn diesen Voraussetzungen fehlt es, da die Antragstellerin innerhalb der \n\nRechtsmittelfrist zwar das Prozesskostenhilfegesuch, nicht aber die Erklärung \n\nim Sinne des § 117 Abs. 3 ZPO und auch keinerlei sonstige Ausführungen über \n\nihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse vorgelegt hat. Daher könnte \n\ndie Versäumung der Rechtsmittelfrist auch im Hinblick auf das nach § 85 Abs. 2 \n\nZPO zurechenbare Verhalten ihres Prozessbevollmächtigten nicht als unver-\n\nschuldet angesehen werden. \n\nDressler Haß Kuffer \n\n Bauner Safari Chabestari \n\nVorinstanzen: \n\nLG Dresden, Entscheidung vom 09.09.2005 - 10 O 4128/04 - \n\nOLG Dresden, Entscheidung vom 28.09.2006 - 9 U 1869/05 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-12-21/vii-za-7-06","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 117","ref_norm":"117","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 85","ref_norm":"85","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-12-21/vii-za-7-06","retrieved":"2026-07-10 21:09:57.592981+00:00"},"card":{"id":"bgh/2006-12-21/vii-za-7-06","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"VII. 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