{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2006-03-22","aktenzeichen":"1 StR 2/06","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\n1 StR 2/06 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n22. März 2006 \n\nin der Strafsache \n\ngegen \n\nwegen Mordes \n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. März 2006 beschlos-\n\nsen: \n\nDer Antrag der Verurteilten, das Verfahren wegen Verletzung \n\nihres Anspruchs auf rechtliches Gehör in die Lage vor Erlass \n\nder Senatsentscheidung vom 8. Februar 2006 zurückzuverset-\n\nzen, wird auf ihre Kosten zurückgewiesen. \n\nGründe: \n\n1 \n\nDas Landgericht Ravensburg hat die Verurteilte wegen Mordes zu einer \n\nlebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Mit Beschluss vom 8. Februar 2006 hat \n\nder Senat die hiergegen eingelegte Revision der Verurteilten nach § 349 Abs. 2 \n\nStPO verworfen. Gegen diesen Beschluss hat die Verurteilte mit einem am \n\n15. Februar 2006 beim Bundesgerichtshof eingegangenen Schriftsatz ihres Ver-\n\nteidigers gemäß § 356a StPO die \"Gehörsrüge\" erhoben. Sie trägt vor, mit dem \n\nBeschluss des Senats vom 8. Februar 2006 sei ihr rechtliches Gehör verletzt \n\nworden, weil die durch ihren Verteidiger mit Schriftsatz vom 28. Dezember 2005 \n\nausgeführte Sachrüge im Revisionsverfahren keine Berücksichtigung gefunden \n\nhabe. \n\n2 \n\nDie Rüge ist unbegründet. Allerdings ist der Generalbundesanwalt nicht \n\nbereits in seiner Antragsschrift vom 18. Januar 2006 näher auf die Ausführun-\n\ngen der Verteidigung im Schriftsatz vom 28. Dezember 2005 eingegangen. Er \n\nhat nunmehr in seiner Stellungnahme vom 24. Februar 2006 zu der Sachrüge \n\nim Einzelnen dargelegt, warum ihm die Ausführungen der Verteidigung keinen \n\nAnlass zu einer Abänderung seines Antrags vom 18. Januar 2006 oder auch \n\nnur zu einer Ergänzung der Begründung dieses Antrags gegeben haben. Auf \n\ndiese nach Auffassung des Senats zutreffende inhaltliche Bewertung des \n\nSchriftsatzes der Verteidigung vom 28. Dezember 2005 nimmt der Senat Be-\n\nzug. Die Verurteilte hat auf die Stellungnahme des Generalbundesanwalts \n\nnichts erwidert. \n\n3 \n\nUnbeschadet der Frage, ob eine ausführliche Stellungnahme des Gene-\n\nralbundesanwalts schon vor der Entscheidung des Senats am 8. Februar 2006 \n\nhätte zweckmäßig sein können, lag der Schriftsatz der Verteidigung vom \n\n28. Dezember 2005 seit dem 1. Februar 2006 dem Senat vor und war Gegen-\n\nstand der Beratung. Im Übrigen hat der Senat das angefochtene Urteil ohnehin \n\naufgrund der auch allgemein erhobenen Sachrüge einer vollumfänglichen mate-\n\nriellrechtlichen Nachprüfung unterzogen. Bei dieser Sachlage kann von einer \n\nVerletzung des rechtlichen Gehörs durch den Senatsbeschluss vom 8. Februar \n\n2006 nicht die Rede sein. \n\n4 \n\nDie Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des \n\n§ 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschl. vom 8. März 2006 - 2 StR 387/91; OLG \n\nKöln NStZ 2006, 181). \n\nWahl Boetticher Schluckebier \n\n Kolz Hebenstreit","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-03-22/1-str-2-06","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-03-22/1-str-2-06","retrieved":"2026-07-10 20:25:27.936709+00:00"},"card":{"id":"bgh/2006-03-22/1-str-2-06","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2006-03-22","dockets":["1 StR 2/06"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 22.03.2006 – 1 StR 2/06","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-03-22/1-str-2-06","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1},{"id":"StPO/356a","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"356a","label":"§ 356a StPO","mentions":1},{"id":"StPO/465","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"465","label":"§ 465 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T20:25:27.936709+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}