{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2005-09-13","aktenzeichen":"3 StR 310/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\n3 StR 310/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n13. September 2005 \n\nin der Strafsache \n\ngegen \n\nwegen Bandenhandels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge \n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundes-\n\nanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 13. September 2005 \n\ngemäß §§ 46, 349 Abs. 1 StPO beschlossen: \n\n1. Der Antrag des Angeklagten auf Wiedereinsetzung in den vori-\n\ngen Stand nach Versäumung der Frist zur Einlegung der Revi-\n\nsion gegen das Urteil des Landgerichts Wuppertal vom 4. Mai \n\n2005 wird verworfen. \n\n2. Die Revision des Angeklagten gegen das vorbezeichnete Urteil \n\nwird verworfen. \n\n3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu \n\ntragen. \n\nGründe: \n\nDas Landgericht hat den Angeklagten am 4. Mai 2005 wegen banden-\n\nmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer \n\nMenge in 15 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, \n\nderen Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt worden ist. \n\n1. Die mit Schreiben seines Verteidigers vom 14. Juli 2005 eingelegte \n\nRevision des Angeklagten ist unzulässig (§ 349 Abs. 1 StPO), weil sie erst \n\nnach Ablauf der Revisionseinlegungsfrist und damit verspätet beim Landgericht \n\neingegangen ist. Soweit der Angeklagte selbst mit einem in russischer Sprache \n\nabgefassten Schreiben vom 7. Mai 2005, eingegangen beim Landgericht am \n\n10. Mai 2005, Revision eingelegt hatte, fehlt es an einer formgerechten, in \n\ndeutscher Sprache abgefassten (§ 184 GVG) Revisionseinlegung (vgl. BGHSt \n\n30, 182). Die Übersetzung des Schreibens ging erst am 2. Juni 2005 und damit \n\nnach Ablauf der Revisionseinlegungsfrist beim Landgericht ein. \n\n2. Der Antrag des Angeklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen \n\nStand nach Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision ist unzulässig, da \n\ndie geltend gemachten Hinderungsgründe nicht glaubhaft gemacht worden \n\nsind. Die eigene Erklärung des Angeklagten reicht als Mittel der Glaubhaftma-\n\nchung nicht aus (BGHR StPO § 45 Abs. 2, Glaubhaftmachung 3; Meyer-\n\nGoßner, StPO 48. Aufl. § 45 Rdn. 9). Außerdem hat er nicht innerhalb der Wo-\n\nchenfrist des § 45 Abs. 1 StPO angegeben, zu welchem Zeitpunkt er Kenntnis \n\nvon der Fristversäumung erlangt hatte. \n\nWinkler Miebach von Lienen \n\n Becker Hubert","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-09-13/3-str-310-05","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 184","ref_norm":"184","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 46","ref_norm":"46","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-09-13/3-str-310-05","retrieved":"2026-07-10 17:01:56.359716+00:00"},"card":{"id":"bgh/2005-09-13/3-str-310-05","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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