{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2005-07-14","aktenzeichen":"IX ZB 264/04","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIX ZB 264/04 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n14. Juli 2005 \n\nin dem Insolvenzverfahren \n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter \n\nDr. Fischer und die Richter Dr. Ganter, Raebel, Kayser und Vill \n\nam 14. Juli 2005 \n\nbeschlossen: \n\nDie Rechtsbeschwerde gegen den Beschluß der 9. Zivilkammer \n\ndes Landgerichts Frankfurt (Oder) vom 30. September 2004 wird \n\nauf Kosten der Schuldnerin als unzulässig verworfen. \n\nDer Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt \n\n2.500.000 €. \n\nGründe: \n\nDie Rechtsbeschwerde ist statthaft (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO i.V.m. \n\n§ 7 InsO), jedoch unzulässig. Weder hat die Rechtssache grundsätzliche Be-\n\ndeutung noch erfordert die Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder die Fortbil-\n\ndung des Rechts eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts (§ 574 \n\nAbs. 2 ZPO). \n\nDie in dem Insolvenzantrag der weiteren Beteiligten zu 2 vom 26. März \n\n2003 in Bezug genommenen Anlagen befinden sich entgegen der Rüge der \n\nRechtsbeschwerde bei den Akten; auf sie geht bereits die Schuldnerin in ihrer \n\nvor Verfahrenseröffnung abgegebenen Stellungnahme vom 5. April 2004 ein; \n\nder geltend gemachte Gehörsverstoß liegt deshalb offensichtlich nicht vor. Die \n\nZulässigkeit des Insolvenzantrags steht nicht in Frage. \n\nDie Rechtsbeschwerde vermag auch nicht aufzuzeigen, daß die Be-\n\nschwerdeentscheidung den vom Insolvenzgericht angenommenen Eröffnungs-\n\ngrund der Zahlungsunfähigkeit mit einer Begründung gebilligt hat, die ein Ein-\n\ngreifen des Rechtsbeschwerdegerichts nötig macht. Es handelt sich insoweit \n\num eine Einzelfallentscheidung. Die Vorinstanzen durften den Eintritt der Zah-\n\nlungsunfähigkeit dem eingeholten Gutachten in Verbindung mit den Angaben in \n\ndem Schreiben der G. GmbH vom 11. Februar 2004 nebst den dort \n\nbeigefügten Liquiditätsberechnungen entnehmen. Dafür, daß sich die Liquidität \n\nder Schuldnerin bis zum Zeitpunkt der Entscheidung des Beschwerdegerichts \n\n(30. September 2004) verbessert haben könnte (vgl. MünchKomm-InsO/ \n\nSchmahl, § 16 Rn. 38 und § 34 Rn. 78; HK-InsO/Kirchhof, 3. Aufl. § 34 Rn. 18), \n\nfehlt jeder Anhalt. \n\nZu diesem Ergebnis gelangt der Senat unabhängig von den Ausführun-\n\ngen der weiteren Beteiligten zu 1 im Schriftsatz ihres Verfahrensbevollmächtig-\n\nten vom 13. Juli 2005. \n\nVon einer weiteren Begründung wird abgesehen, weil sie nicht geeignet \n\nwäre, zur Klärung von Rechtsfragen grundsätzlicher Bedeutung, zur Fortbil-\n\ndung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung bei-\n\nzutragen (§ 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO). \n\nFischer \n\nGanter \n\nRaebel \n\nKayer \n\nVill","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-07-14/ix-zb-264-04","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 574","ref_norm":"574","n":2},{"jurabk":"InsO","ref":"§ 7","ref_norm":"7","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 577","ref_norm":"577","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-07-14/ix-zb-264-04","retrieved":"2026-07-10 16:51:53.930926+00:00"},"card":{"id":"bgh/2005-07-14/ix-zb-264-04","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"IX. 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