{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2005-04-28","aktenzeichen":"4 StR 21/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\n4 StR 21/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n28. April 2005 \n\nin dem Sicherungsverfahren \n\ngegen \n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbun-\n\ndesanwalts und des Beschwerdeführers am 28. April 2005 gemäß §§ 44 ff., \n\n346 Abs. 2 Satz 1, 349 Abs. 2 StPO beschlossen: \n\n1. Dem Beschuldigten wird nach Versäumung der Frist zur \n\nBegründung der Revision gegen das Urteil des Landge-\n\nrichts Koblenz vom 26. August 2004, der Frist zur Stel-\n\nlung des Antrages auf Entscheidung des Revisionsge-\n\nrichts nach Verwerfung der Revision durch das Landge-\n\nricht und der Fristen zur Stellung der Wiedereinset-\n\nzungsanträge Wiedereinsetzung in den vorigen Stand \n\ngewährt. \n\n2. Der Verwerfungsbeschluß des Landgerichts vom \n\n18. November 2004 wird aufgehoben. \n\n3. Die Revision des Beschuldigten gegen das genannte Ur-\n\nteil wird verworfen. \n\n4. Der Beschuldigte hat die Kosten der Wiedereinsetzung \n\nund der Revision zu tragen. \n\nGründe: \n\n1. Dem Beschuldigten ist nach Versäumung der Revisionsbegründungs-\n\nfrist, der Frist des § 346 Abs. 2 Satz 1 StPO und der Frist des § 45 StPO zur \n\nStellung der Wiedereinsetzungsanträge Wiedereinsetzung in den vorigen \n\nStand zu gewähren, weil ihn an der Versäumung der Fristen durch seinen \n\nPflichtverteidiger kein (Mit-)Verschulden trifft (§ 44 Satz 1 StPO). \n\n2. Der Beschluß des Landgerichts vom 18. November 2004, durch den \n\ndie Revision des Angeklagten als unzulässig verworfen wurde, ist aufzuheben. \n\nZum Zeitpunkt der Verwerfung der Revision war das angefochtene Urteil dem \n\nBeschuldigten noch nicht wirksam zugestellt worden, weil das Empfangsbe-\n\nkenntnis vom 1. Oktober 2004 nicht vom Pflichtverteidiger, sondern von dessen \n\nSozius - und zwar auch nicht als dessen amtlich bestellter Vertreter - unter-\n\nzeichnet worden ist. \n\n3. Die Revision ist auf den vom Generalbundesanwalt hilfsweise gestell-\n\nten Antrag als unbegründet zu verwerfen, weil die Nachprüfung des Urteils auf-\n\ngrund der Revisionsrechtfertigung - auch unter Berücksichtigung des Schrift-\n\nsatzes des Verteidigers vom 25. April 2005 - keinen Rechtsfehler zum Nachteil \n\ndes Angeklagten ergeben hat. \n\nMaatz Kuckein Athing \n\n Solin-Stojanovi(cid:1) Ernemann","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-04-28/4-str-21-05","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 44","ref_norm":"44","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-04-28/4-str-21-05","retrieved":"2026-07-10 16:35:30.143312+00:00"},"card":{"id":"bgh/2005-04-28/4-str-21-05","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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