{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VII. Zivilsenat","decided":"2003-02-13","aktenzeichen":"VII ZR 121/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nVII ZR 121/02\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n13. Februar 2003 (cid:0)\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. Februar 2003 durch den\n\nVorsitzenden Richter Dr. Dressler und die Richter Prof. Dr. Thode, Dr. Haß,\n\nDr. Wiebel und Dr. Kuffer\n\nbeschlossen:\n\nDie Klägerin trägt die Kosten des Rechtsstreits.\n\nDer Streitwert wird bis zum 14. August 2002 auf\n\n70.270,03 \n\n27.530,04 \n\n(cid:1)(cid:3)(cid:2)(cid:5)(cid:4)(cid:7)(cid:6)(cid:9)(cid:8)(cid:5)(cid:2)(cid:10)(cid:4)(cid:11)(cid:2)(cid:12)(cid:6)(cid:9)(cid:13)(cid:11)(cid:6)(cid:15)(cid:14)(cid:17)(cid:16)(cid:19)(cid:18)\n\n(cid:20)(cid:5)(cid:2)(cid:19)(cid:21)\n\n(cid:22)(cid:11)(cid:23)(cid:25)(cid:24)(cid:27)(cid:26)(cid:29)(cid:28)(cid:12)(cid:8)(cid:19)(cid:28)(cid:30)(cid:4)(cid:7)(cid:6) (cid:31)\"!(cid:5)!#(cid:31)\n\n(cid:16)(cid:19)(cid:28)(cid:11)(cid:1)\n\nGründe:\n\nI.\n\nDie Klägerin hat von der Beklagten im Urkundenprozeß restlichen Werk-\n\nlohn verlangt.\n\nDie Beklagte beauftragte die Klägerin am 12. August 1989 mit der\n\nDurchführung von Arbeiten an einem Neubau. Die Beschreibung der zu erbrin-\n\ngenden Leistungen war in acht Titel gegliedert. Nach der Durchführung der\n\nErdarbeiten übersandte die Klägerin eine \"Schlußabrechnung\", später eine \"kor-\n\nrigierte Schlußabrechnung\" über den Titel 3 (Erdarbeiten); letztere wurde von\n\nder Beklagten bezahlt.\n\nNach Abnahme des \"Gesamtobjekts\" übersandte die Klägerin getrennte\n\nSchlußrechnungen für die weiteren Titel des Vertrages. Die Beklagte ermittelte\n\n(cid:24)\n\nnach Überprüfung einen Restbetrag, von dem sie 137.435, 49 DM aus einer\n\nangeblichen Überzahlung hinsichtlich des Titels 3 abzog.\n\nDie Klägerin hat \n\nim Urkundenverfahren den Abzugsbetrag von\n\n137.436,23 DM geltend gemacht. Das Landgericht hat die Klage als im Urkun-\n\ndenprozeß unstatthaft abgewiesen. Die Berufung der Klägerin blieb erfolglos.\n\nGegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Berufungsgerichtes\n\nhat die Beklagte fristgemäß Beschwerde eingelegt und diese begründet. In der\n\nFolgezeit haben die Parteien sich außergerichtlich verglichen und daraufhin\n\nübereinstimmend die Hauptsache für erledigt erklärt und beantragt, der jeweils\n\nanderen Partei die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen.\n\nII.\n\n1. Der Rechtsstreit richtet sich nach dem ab dem 01.01.2002 geltenden\n\nProzeßrecht (§ 26 Nr. 7 EGZPO).\n\n2. Da durch die übereinstimmenden Erklärungen der Parteien der\n\nRechtsstreit insgesamt erledigt ist, ist über alle bisher entstandenen Kosten des\n\nRechtsstreites, einschließlich derjenigen der Vorinstanzen, nach der auch für\n\ndie Revisionsinstanz geltenden Vorschrift des § 91 a ZPO nach billigem Ermes-\n\nsen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach– und Streitstandes durch Be-\n\nschluß zu entscheiden. Dabei ist der mutmaßliche Ausgang des Revisionsver-\n\nfahrens zu beachten und dessen Auswirkung auf die Kostenentscheidungen der\n\nVorinstanzen festzustellen (BGH, Urteil vom 29. Januar 1985 – VI ZR 59/84,\n\nVersR 1985, 441). Danach sind die Kosten in vollem Umfang der Klägerin auf-\n\nzuerlegen.\n\nEine für die Klägerin günstige Entscheidung über die Kosten des Rechts-\n\nstreits einschließlich derjenigen der Tatsacheninstanzen käme nur dann in Be-\n\ntracht, wenn nach dem Sach– und Streitstand bei Eintritt des erledigenden Er-\n\neignisses die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision Erfolg gehabt\n\nund die Durchführung der Revision zu einer Verurteilung der Beklagten geführt\n\nhätte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Denn die Nichtzulassungsbeschwerde hätte\n\nim Fall ihrer Durchführung keinen Erfolg gehabt. Ein Zulassungsgrund lag nicht\n\nvor.\n\nSoweit die Beschwerde insoweit geltend macht, das Berufungsgericht\n\nweiche, wenn es der Klägerin die Beweislast für die Berechtigung der Rech-\n\nnung über Erdarbeiten auferlege, obwohl es hier um die Überzahlung einer\n\nSchlußrechnung gehe, in entscheidungserheblicher Weise von höchstrichterli-\n\ncher Rechtsprechung ab, vermag sie einen Zulassungsgrund nicht darzulegen.\n\nDas Berufungsgericht hat keinen Rechtssatz aufgestellt, der mit den Recht-\n\nsprechungsgrundsätzen nicht vereinbar ist. Entgegen der Auffassung der Be-\n\nschwerde geht es hier nicht um einen Bereicherungsanspruch der Beklagten,\n\nsondern um die Abrechnung von Abschlagszahlungen.\n\nDressler Thode Haß\n\n Wiebel Kuffer","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2003-02-13/vii-zr-121-02","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 91a","ref_norm":"91a","n":1},{"jurabk":"ZPOEG","ref":"§ 26","ref_norm":"26","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2003-02-13/vii-zr-121-02","retrieved":"2026-07-10 14:03:35.027415+00:00"},"card":{"id":"bgh/2003-02-13/vii-zr-121-02","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"VII. 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