{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2001-11-07","aktenzeichen":"1 StR 375/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 375/01\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n7. November 2001\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Betruges u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. November 2001 beschlos-\n\nsen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\n\nKonstanz vom 7. Mai 2001 wird als unbegründet verworfen, da die\n\nNachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung\n\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat\n\n(§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra-\n\ngen.\n\nErgänzend zu den Ausführungen des Generalbundesanwalts be-\n\nmerkt der Senat:\n\n1. Wird wegen mehrerer Taten ermittelt, so bezieht sich die Un-\n\nterbrechungswirkung einer Untersuchungshandlung grundsätz-\n\nlich auf alle verfahrensgegenständlichen Taten, sofern nicht\n\nder Verfolgungswille der tätig werdenden Strafverfolgungsor-\n\ngane erkennbar auf eine oder mehrere Taten beschränkt ist.\n\nZur Bestimmung des Verfolgungswillens kann neben dem\n\nWortlaut der verjährungsunterbrechenden Verfügung - hier der\n\nDurchsuchungsbeschlüsse - auch auf den sonstigen Aktenin-\n\nhalt zurückgegriffen werden (BGH NStZ 2000, 427; BGH NStZ\n\n2001, 191). Daß sich hier der Verfolgungswille der Staatsan-\n\nwaltschaft nicht auf die in den Durchsuchungsbeschlüssen vom\n\n30. April und 26. Mai 1997 - ausdrücklich als Mindestzahl - ge-\n\nnannten sechs bzw. zehn Fälle beschränkte, folgt vor allem aus\n\nder dem Antrag für den Durchsuchungsbeschluß des Amtsge-\n\nrichts Freiburg vom 26. Mai 1997 zugrundeliegenden \"Verfü-\n\ngung\" der ermittelnden Staatsanwältin vom 20. Mai 1997 (EA\n\nS. 189). Danach bestand \"gegen den Beschuldigten der Ver-\n\ndacht des Betrugs/der Untreue (evtl. Verstoß gegen das Kre-\n\nditwesengesetz) in bislang 10 (wahrscheinlich aber mehr als\n\n100) Fällen, die Gesamtschadenssumme beträgt bislang mehr\n\nals DM 300.000 (wahrscheinlich aber mehrere Mio. DM)\".\n\n2. Es wird klargestellt, daß die Einzelstrafen im Fall 4 drei Monate\n\nund im Fall 5 zwei Jahre betragen und nicht umgekehrt, wie auf-\n\ngrund eines offensichtlichen Schreibversehens in der Liste der\n\nEinzelstrafen (UA S. 20) vermerkt.\n\nSchäfer Boetticher Schluckebier\n\n Kolz Hebenstreit","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-11-07/1-str-375-01","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-11-07/1-str-375-01","retrieved":"2026-07-10 12:35:40.589587+00:00"},"card":{"id":"bgh/2001-11-07/1-str-375-01","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2001-11-07","dockets":["1 StR 375/01"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 07.11.2001 – 1 StR 375/01","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-11-07/1-str-375-01","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T12:35:40.589587+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}