{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2001-09-26","aktenzeichen":"2 StR 383/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n2 StR 383/01\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n26. September 2001\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Betrugs u.a.\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbun-\n\ndesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 26. September\n\n2001 gemäß § 349 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\n\nGera vom 3. April 2001 wird als unbegründet verworfen, da die\n\nNachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung\n\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra-\n\ngen.\n\nIm Hinblick auf die Ausführungen des Generalbundesanwalts merkt der\n\nSenat an:\n\nDaß der Tatrichter bei Bemessung der Einzelstrafen wegen Betrugs (mit\n\nAusnahme des letzten Falles) zu Lasten des Angeklagten berücksichtigt hat,\n\ndaß dieser weitere einschlägige Straftaten begangen hat, stellt keinen\n\nRechtsfehler dar. Es ist zulässig, die Tatsache der Häufung von Straftaten be-\n\nreits bei der Festsetzung der Einzelstrafen zu berücksichtigen (vgl. BGHSt 24,\n\n268, 271). Allerdings darf eine strafschärfende Berücksichtigung später liegen-\n\nder Taten nicht zu einer Doppelbestrafung führen; der Richter darf die anderen\n\nStraftaten nicht durch die Erhöhung der Strafe faktisch mitaburteilen (vgl. BGH,\n\nUrt. v. 27. November 1985 - 3 StR 413/85 - m.w.N., zitiert bei Theune NStZ\n\n1986, 158). Die strafschärfende Berücksichtigung weiterer Straftaten ist aber\n\njedenfalls dann rechtlich nicht zu beanstanden, wenn sie - wie hier - nach ihrer\n\nArt und nach der Persönlichkeit des Täters auf Rechtsfeindlichkeit, Gefährlich-\n\nkeit und die Gefahr künftiger Rechtsbrüche schließen lassen (vgl. hierzu u.a.\n\nBGH bei Theune a.a.O.; BGH, Beschl. v. 5. Februar 1998 - 4 StR 16/98; BGH\n\nbei Dallinger MDR 1957, 528). Dies gilt auch für Taten, die zusammen in einem\n\nUrteil geahndet werden (vgl. BGHR StGB vor § 1/minder schwerer Fall - Ge-\n\nsamtwürdigung 2 m.w.N.; LK-Rissing-van Saan, 11. Aufl. § 54 Rdn. 11).\n\nJähnke\n\nDetter\n\nAthing\n\nRothfuß\n\nRiBGH Dr. Bode\nist infolge Urlaubs\nverhindert, seine\nUnterschrift beizu-\nfügen.\n\nJähnke","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-09-26/2-str-383-01","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-09-26/2-str-383-01","retrieved":"2026-07-10 12:23:58.884256+00:00"},"card":{"id":"bgh/2001-09-26/2-str-383-01","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. Strafsenat","date":"2001-09-26","dockets":["2 StR 383/01"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 26.09.2001 – 2 StR 383/01","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-09-26/2-str-383-01","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T12:23:58.884256+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}