{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1985-08-07","aktenzeichen":"2 StR 335/85","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nIM NAMEN DES VOLKES\n\n2 StR 335/85 URTEIL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1. Norbert PD zus Oi, dort geboren\nam GER 1953,\n\n2. Gioacchino VW aus OEEEEEE, zevoren am\nGE 1955 in CE (Italien), zur Zeit in\nStrafhaft in anderer Sache,\n\n3. Juon ME - 7 u cu: PO,\n\ngeboren am EEEEEEEg 1955 ir Poiiiiiiiing / co Himuy\n(Spanien),\n\nwegen versuchten schweren Raubes u.a.\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in\nder Sitzung vom 7. August 1985, an der teilgenommen\nhaben:\n\nVorsitzender Richter am Bundesgerichtshof\nHerdegen,\n\ndie Richter am Bundesgerichtshof\nDr. Meyer\nDr. Knoblich\nB. Maier\nDr. Meyer-Goßner\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanwalt ER in der Verhandlung,\nBundesanwalt EEE bei der Verkündung\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\n1. Rechtsanwalt uns\n\nals Verteidiger des Angeklagten DEE,\n\n2. Rechtsanwältin ii\n\nals Verteidigerin des Angeklagten Ve\n\n3. Rechtsanwalt EEE\n\nals Verteidiger des Angeklagten M-Rew,\n\nJustizangestellte >\n\nals Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\n- 3 -\n\nDie Revisionen der Angeklagten gegen\ndas Urteil des Landgerichts Frankfurt\nam Main vom 30. November 1984 werden\nverworfen.\n\nJeder Beschwerdeführer trägt die Kosten\nseines Rechtsmittels.\n\nVon Rechts wegen\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat die Angeklagten wegen versuchten schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher\nKörperverletzung zu Freiheitsstrafen verurteilt. Mit\nihren Revisionen beanstanden die Angeklagten das Verfahren und rügen die Verletzung sachlichen Rechts.\n\nDie Rechtsmittel haben keinen Erfolg.\n\nDie vom Angeklagten BE erhobene Verfahrensrüge ist unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.\n\nDie auf die Sachrüge gebotene Prüfung des Urteils\nhat ebenfalls keinen Rechtsfehler aufgedeckt. Dies gilt\nauch bei Berücksichtigung der Einzelausführungen der\nAngeklagten De und MEEM-REBM. Der Erörterung bedürfen nur die gegenüber den Strafzumessungserwägungen\nerhobenen Bedenken, die der Generalbundesanwalt teilt.\n\n-L-\n\nDas Landgericht hat zunächst alle für und gegen\ndie Angeklagten sprechenden maßgeblichen Umstände aufgezeigt. Im Hinblick darauf, daß der schwere Raub im\nVersuchsstadium stecken blieb und die Schuldfähigkeit\nder Angeklagten Pi und VEEEEEM-REMEE dei Tatbegehung\nerheblich vermindert war, hat es von der jeweiligen\n- bei den letztgenannten Angeklagten also zweifachen -\nMilderungsmöglichkeit Gebrauch gemacht. Abschließend,\nunmittelbar vor Festsetzung der Strafen, hat es ausgeführt (UA Bl. 15):\n\n\"Die Annahme eines minder schweren Falles\n\nim Sinne von § 250 Abs. 2 StGB schied angesichts des Gesamtgepräges der Tat unter\nEinschluß der dargestellten Strafzumessungserwägungen aus\".\n\nDas ist hier nicht zu beanstanden. Ein Rechtsfehler ergibt sich nicht schon daraus, daß der Tatrichter die beiden Möglichkeiten, einen Milderungsgrund im Rahmen der Prüfung des minder schweren Falles\nzu berücksichtigen oder ihn zur Strafmilderung gemäß\n§ 49 StGB heranzuziehen, in den Urteilsgründen nicht\nin der gedanklich gebotenen Reihenfolge anführt. Er\nliegt vielmehr dann vor, wenn sich der Tatrichter\n(wie z.B. in den Fällen, die den Senatsurteilen vom\n14. März 1984 - 2 StR 637/83 /= NStZ 1984, 3577 -\nund vom 20. Februar 1985 - 2 StR 473/84 [= NStZ 1985,\n367/ - zugrunde liegen) der umfassenden Prüfungsmöglichkeit begeben hat, indem er zunächst die Anwendun;\ndes § 49 StGB beschlossen, danach erst die Annahme des\nminder schweren Falles in Betracht gezogen und dabei\ndie betreffenden Milderungsgründe wegen § 50 StGB als\nnicht mehr berücksichtigungsfähig erachtet hat.\n\n-5-\n\nHier hat das Landgericht diesen Fehler nicht begangen. Die Urteilsgründe lassen erkennen, daß es die\nFrage, ob ein minder schwerer Fall vorliegt, unter Einbeziehung der Milderungsgründe der §§ 21, 22 StGB geprüft und verneint und die Entscheidung zur Anwendung\ndes § 49 StGB nur in Verbindung mit diesem Ergebnis getroffen hat.\n\nHerdegen Meyer Knoblich\n\nMaier Meyer-Goßner","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-08-07/2-str-335-85","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 49","ref_norm":"49","n":3},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 21","ref_norm":"21","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 22","ref_norm":"22","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 50","ref_norm":"50","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 250","ref_norm":"250","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-08-07/2-str-335-85","retrieved":"2026-08-21 23:20:39.848408+00:00"},"card":{"id":"bgh/1985-08-07/2-str-335-85","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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