{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1977-06-16","aktenzeichen":"2 StR 137/77","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"og\nBUNDESGERICHTSHOF\n2 StR 137/77 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Marketingdirektor Helmut RB aus\nDEEEEE-\"ep, geboren am EEE 1925 in ICHS,\n\nwegen einfachen Bankrotts u.a.\n\nre\n\nH\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 16. Juni 1977\ngemäß § 349 Abs. 2 bis 4 StPO beschlossen:\n\nI. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts in Aachen vom 11. Oktober 1976\n\na) im Schuldspruch dahin geändert,\n\ndaß der Angeklagte in den Fällen II 1\nund 2 der Urteilsgründe wegen vorsätzlichen einfachen Bankrotts in zwei Fällen verurteilt wird (§ 240 Abs. 1 Nr. 3\nund 4 KO aF, §§ 52, 53 StGB),\n\ndaß er der fahrlässig unterlassenen\nKonkursamtragstellung schuldig ist\n(§ 84 Abs. 1 und 2 GmbHG),\n\nb) in den Einzelstrafaussprüchen für die Fälle\nII 1 und 2 der Urteilsgründe und im Gesamtstrafausspruch mit den Feststellungen aufgehoben und die Sache insoweit zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die\nKosten des Rechtsmittels, an eine andere\nStrafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nII. Die weitergehende Revision wird verworfen.\n\n7\n\nGründe:\n\nNach den Feststellungen erkannte der Angeklagte von\nvornherein, daß die mangelhafte Buchführung ihn außerstande setzte, seiner ihm bekannten Bilanzierungspflicht\nzu genügen. Diese Folge nahm er mindestens billigend in\nKauf. Die in engem tatsächlichen und rechtlichen Zusammenhang stehenden Vergehen nach § 240 Abs. 1 Nr. 3 und 4 KO aF\nsind demnach in Verwirklichung eines Gesamtvorsatzes als\nfortgesetzte Handlung begangen worden (vgl. BGH JZ 1954,\n56 - Leitsatz -; BGH NJW 1955, 394 Nr. 15 - Leitsatz -;\nBGH bei Herlan GA 1971, 38; BGH, Beschluß vom 29. Jui 1975 - 1 StR 348/75 -). Der Angeklagte ist somit des\neinfachen Bankrotts nicht in vier, sondern nur in zwei\nFällen schuldig. Die Änderung des Schuldspruchs hat die\nAufhebung der betreffenden Einzelstrafaussprüche (Fälle\nII 1 und 2 der Urteilsgründe) und des Ausspruchs über die\nGesamtstrafe zur Folge.\n\nFerner ist im Schuldspruch kenntlich zu machen, daß\ndas Landgericht nur fahrlässige Unterlassung des Konkursamtrages für nachgewiesen ansieht.\n\nSonst hat die Nachprüfung des Urteils auf die Revisionsrechtfertigung keinen Fehler ergeben.\n\nwillms Kirchhof Müller\nBaumgarten Buddenberg","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-06-16/2-str-137-77","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-06-16/2-str-137-77","retrieved":"2026-08-21 23:18:34.814856+00:00"},"card":{"id":"bgh/1977-06-16/2-str-137-77","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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