{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"1975-07-10","aktenzeichen":"2 StR 303/75","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"0236\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n2 StR 303/75 BESCHLUSS\n\nAk, zur\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Hermann Karl Walter Z GEB zu: 7\nu. O, Seboren am EEE 926 in SEB/Rr<1=\n\nURN,\n\nwegen Betruges\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. Jui 1975 gemäß § 349 Abs. 2 bis 4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten gegen das\nUrteil des Landgerichts in Frankfurt/Main\nvom 5. Dezember 1973 wird\n\n1.\n\ndas Verfahren unter Überbürdung der Gerichtskosten und der ausscheidbaren notwendigen\nAuslagen des Angeklagten auf die Staatskasse\neingestellt, soweit es nicht die Fälle\nLeonhard BB (Bl. 62 UA), Alfons vw (31. 64\nUA), Anton ZUM (B1. 66 UA), Anton N)\n(Bl. 66 UA), Julius Tem (Bi. 68 UA),\nHeinrich KB (Bl. 68 UA), Dr. Friedmann\nBEER (B1. 69 UA), Fritz He (51. 70 UA),\nErich Rp (Bl. 70 UA), Werner Yo |. 7°\nVA), Franz und Thea Zoe (31. 71 UA),\n\nDr. Wilhelm DM (B1. 73 UA), Walter Ledig\n(Bl. 74 UA) und Paul Drum (21. 75 uA)\nbetrifft,\n\nder Strafausspruch mit den Feststellungen aufgehoben und die Sache insoweit zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten\ndes Rechtsmittels - soweit darüber noch nicht\nentschieden -, an eine andere Strafkammer des\nLandgerichts zurückverwiesen.\n\nDie weitergehende Revision wird verworfen,\n\nGründe:\n\nEntgegen der Ansicht der Strafkammer standen die Betrügereien nicht in Fortsetzungszusammenhang, weil der ihn\nbegründende Gesamtvorsatz nach ständiger Rechtsprechung\ndes Bundesgerichtshofs unter anderem voraussetzt, daß der\nKreis der zu schädigenden Personen von vornherein bestimmt\nist (z.B. BGHSt 1, 313, 315). Das war hier schon deshalb\nnicht der Fall, weil die später Geschädigten zunächst noch\nunbekannt waren und erst durch Zeitungsanzeigen und anderes Propagandamaterial ausfindig gemacht werden sollten.\n\nDurch die unzutreffende Annahme von Fortsetzungszusammenhang ist der Angeklagte beschwert, soweit die Strafverfolgung der einzelnen Fälle verjährt ist. Das trifft\nauf alle Betrügereien zu, die vor dem 22. Januar 1966 begangen worden sind (erste Unterbrechungshandlung am 22. Januar 1371: Bd. V Bl. 6 d.A.). Da das Verfahren insoweit\neingestellt werden muß, bleiben nur die im Tenor dieses\nBeschlusses genannten Fälle übrig. Weil der Angeklagte in\ndiesem Umfang durch die Annahme von Fortsetzungszusammenhang nicht beschwert ist, braucht der Schuldspruch nicht\nauf mehrere Fälle umgestellt zu werden.\n\nDie Nachprüfung des Urteils hat keine weiteren Rechtsfehler erbracht.\n\nFür die neue Hauptverhandlung wird auf folgendes hingewiesen:\n\nOb ein besonders schwerer Fall vorliegt, muß nochmals\ngeprüft werden. Das frühere, der Strafverfolgung nicht mehr\nausgesetzte Verhalten des Angeklagten braucht bei der Strafzumessung nicht unberücksichtigt zu bleiben. Zweckmäßig wird\n\nC\n\n„u -\n\nder Schuldspruch in der Urteilsformel wiederholt. Das\nMerkmal des Fortsetzungszusammenhangs (auch wenn es zutrifft) muß nicht im Schuldspruch kenntlich gemacht werden.\n\nSchumacher Börtzler Baumgarten\n\nMeyer Buddenberg","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1975-07-10/2-str-303-75","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1975-07-10/2-str-303-75","retrieved":"2026-10-24 16:45:35.176391+00:00"},"card":{"id":"bgh/1975-07-10/2-str-303-75","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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