{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"1954-01-14","aktenzeichen":"3 StR 652/53","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"® 3 StR 652/53 77\n\n2331 046\n\nIm Namen des Volkes\n\nIn der Strafsache\ngegen\n\n1. den Schneider Martin H 2 EEEEEE» aus Rem,\ngeboren an @. REED = in Geb Krs. EWEB,\n\n2. den Rohproduktenhändler Alois B mp aus KH,\ngeboren an. un GE in ng) Ta,\n\nwegen schweren Diebstahls, Hehlerei u.a.\n\nhat der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in. der\nSitzung vom 14. Januar 1954, an der teilgenommen haben:\n\nSenatspräsident Dr. Rotberg\n\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Dr. Koeniger\nBundesrichter Prof.Dr. Busch\nBundesrichter Dr. Arndt\n\n’ Bundesrichter Maass\n\nals beisitzende Richter,\nOberstaatsanwalt EEE\n\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\nJustizangestellter >\n\nals Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt;\n\nAuf die Revisionen der Angeklagten Hei»\nund Beim» wird das Urteil des Landgerichts\nin Darmstadt vom 19. September 1952, soweit\nes sie betrifft, mit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDie Sache wird zur neuen Verhandlung und\nEntscheidung, auch über die Kosten des\nRechtsmittels, an das Landgericht zurückverwiesen.\n\nVon Rechts wegen\n\nPa)\n22 PIE\n\non\n\nTf\n-2_\n\nGründeszs\n\nnn\n\nDie Angeklagten sind verurteilt: Ho» wegen\nschweren Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von fünf\nMonaten, BEE wegen Hehlerei und Vergehens nach §§ 6,\n\n16 Abs 1 Nr 4 UnediMetallG zu einer Gesamtstrafe von\nneun Monaten Gefängnis. Mit ihren Revisionen machen sie\nVerletzung des Verfahrensrechts und des sachlichen Rechts\ngeltend.\n\nDie von beiden Beschwerdeführern erhobene Rüge der\nVerletzung der Vorschrift des § 51 Abs 1 GVG führt zur\nAufhebung des Urteils mit den Feststellungen. Die mitwirkenden Schöffen Maria EP und \\Vialter Ce waren\nzur Zeit der Verhandlung und Entscheidung für das Geschäftsjahr 1952 nicht beeidigt. Die Schöffen werden nach\n§ 42 GVG für zwei Geschäftsjahre gewählt. Nach § 51\nAbs 1 S 2 GVG in der zur Zeit der tatrichterlichen\nHauptverhandlung geltenden Fassung des Gesetzes zur\nWiederherstellung der Rechtseinheit vom 12. September\n1950 (BGBl 455) galt die Beeidigung jedoch nur für die\nDauer des Geschäftsjahres. Die Schöffen musten deshalb\nbei ihrer ersten Dienstleistung im zweiten Geschäftsjahr\nerneut beeidigt werden. Da dies im vorliegenden Falle\nnicht geschehen ist, war die Strafkammer in der Hauptverhandiung vom 15., 18. und 19. September 1952 nach\ndem damals geltenden Recht nicht vorschriftsmässig besetzt (BCHSt 3, 175, 176 und 4, 158, 159). „rt 53 Hr 2\ndes 3. StrafRändg vom 6. “ugust 1953 (BGBl S 735) hat\ndiesen Rechtszustand zwar dahin abgeändert, dass die\n\nBeeidigung für die Dauer der in § 42 GVG vorgesehenen\nwahlperiode gilt. Diese Änderung ist jedoch nach Art 11\n\nabs 1 StrafRändg erst am 1. Oktober 1953 in Kraft getreten. Da Übergangsbestimmungen nicht erlassen sind,\n\n- 3.\n\nmuss entsprechend dem in § 8 ibs 2 EGStPO ausgesprochenen\nGrundsatze für die Entscheidung über das Rechtsmittel\n\nder Revision die zur Zeit der Hauptverhandlung geltende\nFassung des § 51 Abs 1 GVG zugrunde gelegt werden. Nach\nder Vorschrift des § 338 Nr 1 StPO ist das Urteil als\n\nauf der Verletzung des § 51 Abs 1 S 2 GVG beruhend anzusehen und deshalb aufzuheben und die Sache zur neuen\nVerhar.dlung und Entscheidung an das Lendgericht zurückzuverweisen.\n\n“ Die weitere Verfahrensrüge des Angeklagten Be,\n2 die erkennende Hilfsstrafkammer sei auch insofern nicht\nordnungsmässig besetzt gewesen, weil zwei Assessoren\n\nals beisitzende Richter mitgewirkt haben, ist unbegründet. § 10 Abs 2 GVG lässt die Verwendung von Assessoren\nals Hilfsrichter bei den Landgerichten zu. Die Bestimmung\nverstösst nicht gegen Art 97 GG (BGHSt 1, 274). Ausnahmevorschriften gemäss § 70 Abs 3 GVG sind in Hessen\nnicht erlassen. Die beiden Assessoren, die in der Hauptverhandlung mitgewirkt haben, waren durch die Präsidialbeschlüsse vom 14. Juni und 23. Juli 1952 ordnungsmässig\nder erkennenden Strafkammer zugeteilt worden. Ainhaltspunkte dafür, dass kein wirksamer Dienstleistungsauftrag vorgelegen hätte, sind nicht vorhanden.\n\nA DB RE F- u IT 3\nI er an\n\nWe ar\n\nTuer\n\n%\n8.\n\nDie Anwendung des sachlichen Rechts auf den bisher\nfestgestellten Sachverhalt begegnet keinen rechtlichen\nBedenken.\n\nRotberg Koeniger Busch\nDr. Arndt kaass\n\nus\nera\n\n.. .","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1954-01-14/3-str-652-53","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 51","ref_norm":"51","n":2},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 42","ref_norm":"42","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 10","ref_norm":"10","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 70","ref_norm":"70","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1954-01-14/3-str-652-53","retrieved":"2026-08-21 23:12:10.325527+00:00"},"card":{"id":"bgh/1954-01-14/3-str-652-53","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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