{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"1953-06-11","aktenzeichen":"1 StR 169/53","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"1_StR 169/53 Ca\n\n2344 095\n\nBeschluss\n\nun m nn a u \n\nIn der Strafsache\ngegen\n\nden Reisenden Kurt Sc h ED aus SchviiD HD,\ndort geboren an. ED m,\n\nwegen Übertretung der PolVO über die Werbung auf dem\nGebiete des Heilwesens vom 29, September 1941 us&.\n\nhat der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs nach Anhörung des Oberbundesanwalts in der Sitzung vom 11. Juni\n1953 beschlossen;\n\nDie Sache ist dem Oberlandesgericht in Stuttgart\nzur eigenen Entscheidung zurückzugeben,\n\nGründe:\n\nDas Landgericht in Heilbronn hat ais Berwdungsgerich*\ndurch Urteil vom 23. Oktober 1952 den Angeklagten unter\nÄnderung eines vom Amtsgericht in Künzelsau erlassenen\nUrteils u.a. wegen einer Übertretung der §§ 4 Abs 1 Buchst.\ni, 10 der PolVO über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens vom 29. September 1941 (RGB1 I S 587) zu einer\nGeldstrafe verurteilt. Gegen das Urteil hat der Angeklagte Revision eingelegt,über die das Oberlandesgericht in\n\nStuttgart zu entscheiden hat. .\n\nDieses Gericht vertritt in Übereinstimmung mit den\nOberlandesgerichten Bremen, Schleswig, Celle und Tübingen\nsowie den Verwaltungsgerichtshöfen in Bremen und Stuttgart die Meinung, dass die §§ 1, 4 Abs 1 der PolVO vom\n\n. .\nEin 2.32 x\nmet ver\n\n- un\nURN UT une\n\n.\ntn\nVer nda\n\nm Be “.\n\nm\n\nFee mern\n\nnen\n\nEr’ 20 DER Ze\n\nrn rs\n\nMO en nn a 9\nu m\n\nm\nvun ern er\n\nen\n\nWurm nut,\n\nrer\n-.%\n\nNr\nx\n\nvun er 7 be an nF\n“ NIT\n\n”\ns\n\na\nx\n\nge‘ N\n\nnn mh ae m anne abe ne wo ad mn ar a ara u .\nu‘\n\nBI nn anal nen re Da Ze, ee ee a ae\nIQ j x REEL\n„N > ..\n\nTE rn m a mn\n\n-_—\n\nErg\n\nwarn\",\n\npx\n\nm\n\n29, September 1941 heute noch geltendes Recht seien und\ndass der ersatziose Wegfall des \"Werberats der deutschen\nWirtschaft\", dessen Präsident nach $ i2 der VO \"bis auf j\nweiteres! vor Erlassung eines Straferkenntnisses um seine |:\nZustimmung ersucht werden sollte, der Bestrafung von Übertretungen des § 4 Abs 1 der VO nicht entgegenstehe. An\neiner Entscheidung über die Revision hat es sich jedoch\ndurch ein abweichendes Urteil des Oberlandesgerichts in\nKoblenz vom 21. Mai 1952 (mitgeteilt in der Deutschen\nApothekerzeitung 1952 5 982) gehindert gesehen und deshalb die Sache nach § 121 Abs 2 GVG dem Bundesgerichts-\n\nhof vorgelegt,\n\nDie Voraussetzungen für eine sachliche Entscheidung\nüber die streitige Rechtsfrage durch den Senat liegen\nnicht vor, weil die Strafverfolgung insoweit verjährt\n\nists\n\nNach § 67 Abs 3 StGB verjährt die Strafverfolgung\nvon Übertretungen in drei konaten. Wie sich aus den\nAkten ergibt, ist innerhalb des dem Tage der Berufungsverhanälung vom 23. Oktober 1952 folgenden Zeitraums\nvon drei Monaten keine zur Unterbrechung der Verjährung geeignete richterliche Handlung im Sinne des\n§ 68 StGB vorgenommen worden. Die Anordnung der Urteilszustellung vom 10. November 1952 (B1 83) — nur auf diese\nVerfügung, nicht aber auf die Urteilszustellung selbst\n\nkann es ankommen - hat nicht ein Richter, sondern der\nJustizinspektor FEW getroffen. Dasselbe gilt von\nder Zuleitungsverfügung vom 20. Dezember 1952 (Bl 93)\nund dem Schreiben hierzu vom selben Tage ( Bl 103) sowie von den an die Verteidigerin gerichteten Schreiben vom\n24. November 1952 (B1 92) und 2. Dezember 1952 (B1 98).\nDer auf die Revisionsbegründungsschrift gesetzte Sichtvermerk des Vorsitzenden der Strafkammer vom 24. November 1952 (Bl 95) bezeugte nicht eine richterliche Handa\n\nlung, durch die das Strafverfahren gefördert worden ist;\nder Vermerk hatte daher nach der zur Veröffentlichung\nbestimmten Entscheidung des Senats 1 StR 176/53 vom 21.\nApril 1953 keine die Verjährung unterbrechende Wirkung.\nDas Ersuchen vom 19. Dezember 1951 (Bi 101) ging wiederum\nnicht von einem Richter eus; zudem betraf es ebenso wie\nder von dem Vorsitzenden der Strafkammer unterzeichnete -\nBeschluss von demselben Tage (beglaubigte Abschrift Bl\n.100 R) nur eine - im übrigen auf das Verfahren wegen\nWiderstands, Körperverletzung und Beleidigung beschränkte - Kostenfestsetzung. Die erste zur Unterbrechung der\nVerjährung geeignete richterliche Handlung war die Verfügung vom 29. Januar 1953, durch die der Vorsitzende des\nStrafsenats des Oberlandesgerichts in Stuttgart einen Berichterstatter bestimmt hat (Bl 105); zu diesem Zeitpunkt\nwar die Strafverfolgung wegen der Übertretung aber bereits\nverjährt.\n\nDie Sache ist hiernach dem Oberlandesgericht in Stuttgart zur Entscheidung in eigener Zuständigkeit zurückzugeben.\n\nDr. Hörchner Dr. Peetz Mantel\n\nGlanzmann Dr. Heimann-Trosien\n\nven wmeriun dr","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1953-06-11/1-str-169-53","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 68","ref_norm":"68","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 121","ref_norm":"121","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 67","ref_norm":"67","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1953-06-11/1-str-169-53","retrieved":"2026-10-24 16:36:11.229783+00:00"},"card":{"id":"bgh/1953-06-11/1-str-169-53","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"1953-06-11","dockets":["1 StR 169/53"],"decision_type":null,"ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Entscheidung vom 11.06.1953 – 1 StR 169/53","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1953-06-11/1-str-169-53","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StGB/68","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"68","label":"§ 68 StGB","mentions":1},{"id":"GVG/121","law":"GVG","abbreviation":"GVG","ref":"121","label":"§ 121 GVG","mentions":1},{"id":"StGB/67","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"67","label":"§ 67 StGB","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T16:36:11.229783+00:00","text_quality":"ocr","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}