{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1951-10-04","aktenzeichen":"4 StR 315/51","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"2273 027\n\nin 315/51\n\nDer 2a;\n\nIn Yamen des Volkes\nIn der St:.afsache\n\nsegen den -ostfacharbeiter Kelmth KED :\n\nTED, :->c0i: SEE Scvorci arı EB .0::\n\nebenda,\nwezen Lrregung Öffentlichen Ärsernissos u.8:\n\nhet Cor A. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der\nSitzung vom 4, Oktober 1951. en der teilgeromnen habens\n\nLenatsprisident Dr. Groß ae\nals Vorsitzender,\n‚Dundesrichter Dr. GLörchner\nTundesrichtier Dr. ZIngels\nZundesrichter Dr. Lülle\nBrndesrichier Dr. Augustin\nals bceisitzende Richiver,\nDundesamrelt iD\nals Vertreter der Lundesanvaltscheaft,\nJustizengestellter BD\n\nels Urkundsbeauter der Geschüöftsstells.\n\n?üp Lecht erkemt:\n\nAuf die Nevision des Angelilagten wird das Urteil des\nrichte in Zrasberg von 19.Februar 1951 dehin\ne\n\n...m,n\n\nSe\nabgeändert, dass die Veröflentlichungsbefugnis wegt\n\nIn übrigen wird dic Revision des Anschlagien verworien,\nDer Anzelilaste hat die Kosten les Rechisuittels zu\nvragen.\n\nYon Rechts wegen\n\n1)\n\n2 u\n\nnd\n\n®\nC\nm...\n\n&\n\ntcı\n\nDer Argeklagte ist wegen fortsesotsten Verj;chens f\nder Ürrezung Öffentlichen Ir;ornisses in Yateinheit mit\nDeleidigung in vier Füllen zu einer Gefüngnisstrafe von a\n10 Honaten verurscilt worden. „cine Tevicion rügt Ver- in\nletzung des sechlichen Deckis, vie Zührt zun Veztell $\ncer iu Urteil ausgesnrochenchn Verölrtentlichungsshefug- N\nnis, zuss cher L:ı Übrigen erXYolglos bleinen. |;\nTech den Urveilsfoststellungen aat der Angelilagte Doi 3\nsechs verscliecenen Celegenkeitsn in ken Jekron 1948 *\n»is 1950 schulyaflichtisen !Miöchen seinen Geschlechtstweil ie\nsezeigst und vor immen daren gospiolt, Die iäldchen liefen °\nstats so?ort weg, weil die lienälungeweise des Angel:ilag- S\nton, Gie das Vrtsil zutre’Tond als des Gchen- vund nitt- W\nlichkeitszeftihl verletzend und Geshalb als unzüchtig kenn- &\nseichnetsl., sie in ihren sittlichen Gefühlen kränkte. 3\nDeß der Angellagte Aurch seine unzüichtizen Nandlungen, 4\ndie dazu gecigmet waren, das sittliche Gefühl cnderer }\n\nin gesolilecittlicher üinsicht zu verletzen, und die dlieses defilil, wie sus den Verielien Ger Kinder hervorscht,\nauch tatslichlich verletzt haben, ein argernis gegeben\nhat, ist vom Sendgericht ohne Hechtsirrtun bejaht. Tie\nStraikamer hat auch entsegen der Ansicht der Kevision\n\nit rechtlich einwendfreier 3erründung dargelegt, daß %\ndie bestirmt genug bezeichneten Taten des Angsirlagten NS\nöffontlich besanzen sind. Wie sie Toststellt, Lat Cleser E\ndie einzelnen Handlungen teils in Velde oder cu? einer i\n\nWiese, tolls en Öffentlichen Yezen vorgenommen. Wonn\nder Natrichser aus den in Urteil Tür jeden Tavort im\n\nLEN\n\n...\n\neinsolnen niher dargelegten ürtlichen Verhiii.tnissen\n\neie Überzeugung gewonnen hat, daß das unzlichtige Verhalten des Angelilegten an älesen Orsen jeweils von \"unbestimmt welchen und unbestimmt \"Iclen Zursorrn\" vehrge-\n\n«Tr\n\nie\nr\ner\n[2\n.\n\n2)\n\nnomıern werden konnte, ohne Lass er in der Zlarce Gowesen würe, Gen Zutritt solcher Fersonen zu hindern,\nso besc:snet diese Zuffassung keinen rechtlichen Deceulsen, Zutreffand hat ücs Zendgericht auch darauf\nhinsowicsen, daß der unbestinmvic Personenkreis, der\ncie Vorgänge wahrnetnen kommte, nicht unuittelber\n\nzur Ltelle u ein braucht, (RGSt 75, CO 22., CH\n\n5. Juli 1951 - 4 StR 511/51 -).\n\nWach Gen weiteren Feststellungen Ges a0\nvichts ist sich der Anszoklagte dessen bewußt gewesen,\ndass er soine Handlunsen Öffentlich berinz, nd deos\n„it ihrer Voruehme die liöglichkeit der ürvesung olncs\nrzermisces gogeben war; er Lat ferner da::it Gorochyon\n\n7\n\nnet und cs gebilligt, Cass sein unsichtiges “ea\nvon einen der Zahl unü der Zuscmmensetzung nach undestimnten Personenkreise und somit (fentlich vabr:\nnommen werden konnte. Sonit ist Zir jeden der scchs\nFälle der Üussero und immere Tathberterd des Verschens\nnach $% 195 StGB rechtcirriunsirei dergetan; bedingter\nVorsots reicht Zr Gen inneren Tatbestand des § 183\nSICD aus (RGSt 51, 161).\n\n{\n’\n3\n\n1 Mel\nN Zr Dia Annahno des Fortisetzungszusan-\n\nmerhangs zwischen den sechs Verlehlungen des. Angeklagson begeznet keinen rechtlichen Bedeniien und beschwert\nihn nicht,\n\nLurch Gieselder Lenälungen, wie sie unter Ziffer 1 erörtert sind, het der Angeklagte euch die kitächen beeicist. Dic Beleidigungen sind zwar für sich selb-.\ntindige Gtrettaten, werden cber durch das Tortge-\n%ste Vergoken der Erregung öffentlichen ärg ‚ernis-\n\nu einer Wateini.eit zusammengefasst ( RG St 75,\n\noa MH\n\nan\n\ne\nes 3\n09 )\n\nnn a\nsu\n\n©\n\nr\n\nDie zrentzlichen Yeriroicr Cer vicr beteic cigten\n\nL.inü>r heben, entszcgen der Insicht dor Nevioion ;„ zecht-\n\nv_ °5\n\nzeitiy, Straßentrag gosscllt,\n\nDas Lenczericht heat insoweit cusdrücklich hervor- R\nschoben, dess der Veter Cor Corchwister Nanneloro und.\nilngdalene EB von don Gieson gegemüber hegengenen,\nbis son c!\n\nÜ\n\"enden Verfchlungen\ndes Angelilagten erst en 29, Iu 1950 in Anschluss\nan die nolizeiliche Vernehuung seiner Lhefrau und\n\nseiner linder cerfehren hat, unü dass scin Strafen- R\n\n»ras von 26. Schteriber 1950 denit rechtzeitig bin- P\n\nnen drei [/onaten von den Tage an, scit dem er von den \\\n\nstirafberen Tandlungen und der ?erson des Angeklagten F\n\nKenntnis gehabt hat, gestellt ist (§ 3 61, 65 Abs.2 7)\n\nStGeD). ü: ’\nr\n\nwic der Urberlssnsamioiteng eriieimen l!!est. ist\n\n-\n\ncie Straxrkemtor nach diosen Gesichtspunkten auch bei\nDa\n\nder Prüfung der Ordnungsmässickeit der Strafantröge 43\nder gesotslichen Vertreter der Kinder Yclga TB $\nund lilme TE vor:alron, sodes auch sie zochtzei- PN\nvlg sestellt sind. ä\nGeson den Schuldenruch Css Irteils bestel.en da- Rt\n\nner lieine Gurchgreifonden Becemien. £\nSs\n\nDagozen l:ann der Stralausspruch nicht aufrecht erhelten werden, sowcit den beleidigten Kindern die Veröf-\n\nZentlichunssbefagnis zuerliamnt worden ist. Die An- wi;\nwendung des § 200 StGB setzt voraus, ü2ss Äälc Bolei- =\nns öfrentlich erfolgte, Dieser Lachweis ist in a\nseinen Salle geführt. Anderp als im Felle der Verlet- :”.\nzung \"bes § 1§ 3 StGB, genügt es hier nicht, daß ein un- ve\n\ns.\n\nbestimmter Personenkreis die als Beleidigunsen gewerteten londlungen hätte weirnehnen lönnen, Die Beleidi- “\ngungen musster vieluchr, um als Öffentlich begangen ”\n\nesyrochen werden zu können, in der Weise erfolgt\n\nET\n\nsein, dass dabei ein grüsserer Kreis durch nähere\n\nBeziehungen nicht verLundener Tersonen.envesend wer und\ndavon Kenntnis nehmen konnte (IK § 186 VI:1). Aus den\n\nUrteilsgründen ergibt sich, dass die Geschwister ID\nEB. :215 uni vilne TB nicht in\nAmiesen-eit eines grösseren Personenkreiscs .von dem\nAnzchlagten beleicist worden sind. Die Im Urteil\nousgesprochene Veröltentlichungshefugnis muss de-\n\nher wecicellen. In übrigen ist der kovision der ür-\n\nYols zu versarens.\n\nGroß Dr. ‚lörchner \" Angels\n\nDr. Eülle Dr, Zusustin","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-10-04/4-str-315-51","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 200","ref_norm":"200","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-10-04/4-str-315-51","retrieved":"2026-10-24 16:33:46.264622+00:00"},"card":{"id":"bgh/1951-10-04/4-str-315-51","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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