{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1951-08-17","aktenzeichen":"4 StR 27/50","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"2290 100\n\nIm Namen des Volkes\n\nIn der Strafsache\ngegen\n\ndie Ehefrau Maria a gr\n“BD: eboren am 922 in T\n(ZXrs. Westpr.);\n\n2. den kaufm. G en Eduard K\n\ngeboren am\n\naus CB\n1925 in\n\n3, den Drogerie-Lehrling ie — hi\naus ES geboren am 1930 in\n\n4. den früheren Zoilbetrie ten gr\naus zZ geboren am 1926 in\n\n0%. B\n\nwegen Bestechung, Schwuggels uU.&.\n\nhat der\nSitzung\nhaben;\n\n4, Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der\nvon 3. Januar 1952, an der teilgenommen\n\nBundesrichter Krramme\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Mantel _\nBundesrichter Dr. Engels\nBundesrichter Dr. Hülle\nBundesrichter Dr. Augustin\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanvalt ib\n\nais Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nJustizangestellter >\nals Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,\n\nAr\n\nfür Recht erkannt:\n\nAuf die Revision des Hauptzollants in Gronau\nals Nebenklägers wird das Urteil des Landgerichts in Künster 1.7. vom 10. Janvar 1951,\n\nsoweit Gas Verfahren gegen die Angeklagten\na EM\nwegen gewerbsmässigen Bandenschmuggels in\nTateinheit mit Abgabenhinterziehung oder wegen Beihilfe hierzu eingestellt worden ist,\nsamt den zugrunde liegenden Feststellungen\naufgehnooen und die Sache in diesen Umfang zu\nneuer Verhandlung und Entscheidung, auch tiber\nle Zosien des Rechtsmittels, an das Land-\n\ngericht zurückverwiesen.\n\n| nn nn\n\nun nr Ne an\n\nnn tum an dm a dr -\n\n»\n\nDas Londgerickt hat die Angeklagten Ü und ED ;\nvor. den Tor“urf der Bestechung freigesprochen und weiterhin das verfahren eu? sruna des Sirallreileitsgeseizes\nvom 3.. Dezember ı949 eingestei_t, soreit der Angeklag- '\n\nsen Marie Ti Pesvechung unä sämtlichen vier Ange-\n\n. kKLagien verbotswidriger Grerzübertritt (MilRege ı61) in\nSateinheis mit gewerhsnässigen Banäenschmusgel durch Ausund Fin“uhr vor. Waren {§ 401 b AO) urd mit Abgabenhinterzienung ı§ 396 AO) oder Beihilfe hierzu zur Last gelegt\nwirä. Das Gerich; is+ davon ausgeganger, dass Zoll- und\nFerbrauchssteverhinterziehung unter die Amnestie Tallen\nund nur-die reinen Steuerdelikie im engeren Sinne annessleunfäkig seir sollten.\n\nGegen ülese Verlahrenseinstellung wendet sich die\n- Revision ües Fauptzoilamts insoweit, ais der. Angeklagten.\nvergehen gegen die Abgabenordnung vorgeworfen werden. Das\nOberiandesgericht ir Eamm ha; die Revision gemäss § 35\n\nTurchfVO vom 17. Wovember 947 zur KilRegVO 98 ıVO BL BZ\n42), Gem Obersten Serichsano?.ir 36.r zur Entscneidung\n\"ergaisgt; fesser 2; stänätgkelt auf 6er. Zupäesger-chts-\n\n®\nFun elle is Arab ur 2 Te ma. .\n. . . s R * .. oe ,\n[2 \" u \\ .\n\n..- -\n\n„or? bergegangen is. j\n\n. Die Vorlegungsvoraussetzungen- waren „gegeben. Das\nZeckismittel ist auch begrünäet.- DE\n\nYesr Ger Rechtsprechung des Zundesgerichtshofs sind\nüurca’§ 12 SteFrG alle Steuerrergähen ohne jede ZEinschränkung’von der Straf£freiheit nach diesen Gesetz ausge- -\nsch.össen {BGHSt«.1; 74). -Auch Zölle sind nach..der Aus- -\ndrücklichen Vorschrift des $ ı Abs I 'Satz 2 AO Steuern\niw.Sinne des Geserzes. 'Aucn auf-.sie treflen die! in’der-.\nangeführten Intscheidüng” dargelegten Gründe ‘in’ vollem- Umfang su {bgl weiter BCH- 4 StR 99/50 vom 17. August 1951\nvetr. ‚Braintweinaufschlag). Da zudem die Sinterziehung\nvon Zölien und Verbrauchssteuern gemäss, der Abgabenord- 1\n. gung. s5rafrechklich und Terfahrensrechil’ch in derseider.\n\n.\n\nIo ..\nDe . Pr\n\n1\n°\n‘\n\n7\n\n- 5) -- ä\nWeise rerfol5;t ird wie die Hinterziehung von Steuern\nschlechthin (vgl, Fertung Steuerstrafrecht S 2), so besteht\nkein sachiicker Grund, sie hinsichtlich der Anwerdbarkeit\ndes Straffreiheitsgesstzes abweichend zu. behandeln. Deshalb iiegt insbesondere auch kein Aniass für äle Annahme\nvor, § 12 StirfrG wolle durch den verwendeten jechnischen\nAusdruck des Steuervergehens etwas anderes und zwar weniger\nbezeichnen, els die diesen aılgemeinen, Zoilvergehen mit\numfassenden Begriff festlegende Vorschrift des § 392 A0.\n\nDie Einsteilung des Verfahrens kann deher, soweit es\nsich um Vergehen gegen die Abgabenordmung handelt, nicht bestehen bl2ihen.\n\nFür die hiernach erforderliche neue Hauptverhandiung\nist der Hinweis geboten, dass eine Verurteilung wegen Beihilfe zun gewerbsmässigen Schruggei geräss §§ 391 20, 50\nAbs 2 StGB nur dann erfolgen kann, wenn der Gehilfe den\nzweck verfolgS hat, sich selbst fortlaufende Einnahmen zu\nerscheffen (R6St 61, 268; 77, 329; RG IW 1934, 170 Ur 16).'\n\nKrumne . Mantel ängels\nDr. Eülle Dr. Augustin\n\n>\nA\nN,","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-08-17/4-str-27-50","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1951-08-17/4-str-27-50","retrieved":"2026-08-21 23:06:42.110715+00:00"},"card":{"id":"bgh/1951-08-17/4-str-27-50","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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