{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/X_ZS/2004/X_ZR__56-04A","ecli":null,"court":"BGH","senate":"X. Zivilsenat","decided":"2006-12-12","aktenzeichen":"X ZR 56/04","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nX ZR 56/04 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n12. Dezember 2006 \n\nin der Patentnichtigkeitssache \n\nDer X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. Dezember 2006 \n\ndurch den Vorsitzenden Richter Dr. Melullis und die Richter Scharen, \n\nKeukenschrijver, Asendorf und Dr. Kirchhoff \n\nbeschlossen: \n\nZugunsten des gerichtlichen Sachverständigen Prof. Dr. P. \n\nwird für dessen Gutachtertätigkeit über die von der Urkundsbeamtin \n\nbereits festgesetzte Vergütung von 3.410,10 EUR hinaus eine wei-\n\ntere Vergütung von 2.436,-- EUR einschließlich gesetzlicher Um-\n\nsatzsteuer (Mehrwertsteuer) festgesetzt. \n\nGründe: \n\n1 \n\n1. Der mit Senatsbeschluss vom 5. Oktober 2004 bestellte Sachverstän-\n\ndige hat, nachdem im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Klägerin das \n\nVerfahren unterbrochen wurde (§ 240 ZPO), die von ihm geleistete Tätigkeit auf \n\nder Basis von 42 Arbeitsstunden abgerechnet. Er hat dabei einen Stundensatz \n\nvon 120,-- EUR nebst Mehrwertsteuer angesetzt. Die Urkundsbeamtin hat unter \n\nZugrundelegung der Honorargruppe 5 nach § 9 Abs. 1 Satz 1 JVEG (Sanitär-\n\ntechnik) lediglich einen Stundensatz von 70,-- EUR angesetzt und die Vergü-\n\ntung des Sachverständigen nebst Umsatzsteuer entsprechend festgesetzt. \n\nHiergegen hat sich der gerichtliche Sachverständige gewandt. Die Urkundsbe-\n\namtin hat daraufhin die Festsetzung der Vergütung dem Senat zur Entschei-\n\ndung vorgelegt. \n\n2 \n\n2. Zugunsten des gerichtlichen Sachverständigen ist die genannte weite-\n\nre Entschädigung festzusetzen. Der Senat bewertet die Tätigkeit des gerichtli-\n\nchen Sachverständigen im vorliegenden Patentnichtigkeitsverfahren nach billi-\n\ngem Ermessen mit der Honorargruppe 10 (vgl. Sen.Beschl. vom 7.11.2006 \n\n- X ZR 138/04 - Sachverständigenentschädigung IV, zur Veröffentlichung vor-\n\ngesehen). Hieraus folgt ein gesetzlicher Stundensatz von 95,-- EUR. Dieser \n\nSatz konnte, nachdem die vom Sachverständigen begehrte Überschreitung des \n\nHonorarsatzes weniger als 50 vom Hundert beträgt, eine Partei dem zuge-\n\nstimmt hat und der einbezahlte Vorschuss hierfür ausreicht, auf den vom Sach-\n\nverständigen geforderten Satz von 120,-- EUR nebst Mehrwertsteuer erhöht \n\nwerden (§ 13 Abs. 1, 2 JVEG; vgl. Sen.Beschl. v. 7.11.2006 - X ZR 138/04). \n\nDaraus ergibt sich die beantragte Festsetzung in voller Höhe. \n\nMelullis \n\nScharen \n\nKeukenschrijver \n\nAsendorf \n\nKirchhoff \n\nVorinstanz: \n\nBundespatentgericht, Entscheidung vom 28.01.2004 - 4 Ni 19/03 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2004/X_ZR__56-04A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-12-12/x-zr-56-04","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 240","ref_norm":"240","n":1},{"jurabk":"JVEG","ref":"§ 9","ref_norm":"9","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2004/X_ZR__56-04A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2004/X_ZR__56-04A.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-12-12/x-zr-56-04","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2004/X_ZR__56-04A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 21:10:34.249001+00:00"}}