{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/X_ZS/2000/X_ZR_225-00","ecli":null,"court":"BGH","senate":"X. Zivilsenat","decided":"2002-09-17","aktenzeichen":"X ZR 225/00","doktyp":"Versäumnisurteil","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nIM NAMEN DES VOLKES\n\nVERSÄUMNISURTEIL\n\nX ZR 225/00\n\nin dem Rechtsstreit\n\nVerkündet am:\n17. September 2002\nWermes\nJustizhauptsekretär\nals Urkundsbeamter\nder Geschäftsstelle\n\nDer X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Ver-\n\nhandlung vom 17. September 2002 durch die Richter Prof. Dr. Jestaedt,\n\nKeukenschrijver, die Richterin Mühlens und die Richter Dr. Meier-Beck und\n\nAsendorf\n\nfür Recht erkannt:\n\nAuf die Revision der Beklagten wird das am 25. Oktober 2000 ver-\n\nkündete Urteil des 1. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe\n\naufgehoben, soweit der Klägerin mehr als 5 % Zinsen jährlich zu-\n\ngesprochen worden sind.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird der Rechtsstreit zu neuer Ver-\n\nhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisions-\n\nverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.\n\nVon Rechts wegen\n\nTatbestand:\n\nDie Beklagte ist wegen der Lieferung von Steueranlagen für Regenwas-\n\nsernutzungsanlagen zur Zahlung von 103.017,20 DM nebst 9,5 % Zinsen hier-\n\naus sowie zur Zahlung von vorgerichtlichen Mahnauslagen verurteilt worden.\n\nIhre hiergegen gerichtete Revision hat der Senat nur zur Entscheidung ange-\n\nnommen, soweit sie zur Zahlung von mehr als 5 % Zinsen jährlich verurteilt\n\nworden ist. Die Klägerin war in der mündlichen Verhandlung nicht vertreten.\n\nEntscheidungsgründe:\n\nIm Umfang der Annahme führt die Revision, über die durch Versäumnis-\n\nurteil zu entscheiden ist (BGHZ 37, 79), zum Erfolg.\n\nDas Berufungsgericht hat ausgeführt, die Beklagte habe gegen die\n\nZinsentscheidung des Landgerichts im Berufungsrechtszug nichts erinnert. Die\n\nRevision verweist demgegenüber zutreffend auf zweitinstanzlichen Vortrag der\n\nBeklagten, mit dem der Zinsanspruch bestritten wurde (GA III 145).\n\nDieses Bestreiten ist, nachdem es vom Berufungsgericht nicht als ver-\n\nspätet zurückgewiesen worden ist (§§ 527 a.F., 296 Abs. 1 ZPO), auch beacht-\n\nlich. Das Berufungsgericht wird dem - wie auch dem Beweisangebot der Kläge-\n\nrin - nachzugehen haben.\n\nJestaedt\n\nKeukenschrijver\n\nMühlens\n\nMeier-Beck\n\nAsendorf","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2000/X_ZR_225-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-09-17/x-zr-225-00","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2000/X_ZR_225-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2000/X_ZR_225-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-09-17/x-zr-225-00","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/X_ZS/2000/X_ZR_225-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 13:34:35.484636+00:00"}}