{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/XI_ZS/2002/XI_ZR_136-02","ecli":null,"court":"BGH","senate":"XI. Zivilsenat","decided":"2002-12-17","aktenzeichen":"XI ZR 136/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nXI ZR 136/02\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n17. Dezember 2002\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden\n\nRichter Nobbe, die Richter Dr. Bungeroth, Dr. Joeres, die Richterin\n\nMayen und den Richter Dr. Appl\n\nam 17. Dezember 2002\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revisi-\n\non in dem Urteil des 17. Zivilsenats des Oberlandes-\n\ngerichts München vom 18. Februar 2002 wird auf Ko-\n\nsten des Klägers zurückgewiesen.\n\nDer Gegenstandswert für das Beschwerdeverfahren\n\nbeträgt 93.985,13 \n\nGründe:\n\nDie Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Eine Ent-\n\nscheidung des Revisionsgerichts ist auch nicht zur Fortbildung des\n\nRechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforder-\n\nlich (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).\n\n1. Die Voraussetzungen, unter denen Kreditinstitute, die Kredit-\n\nnehmern ihre Kenntnis über den Wert des Beleihungsgegenstandes nicht\n\noffenbaren, wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen haften, sind\n\nin der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes geklärt (vgl. Senat, Ur-\n\n(cid:0)\n\nteil vom 18. April 2000 - XI ZR 193/99, WM 2000, 1245, 1246 f.\n\nm.w.Nachw.). Anlaß zur Rechtsfortbildung besteht nicht. Er ergibt sich\n\ninsbesondere nicht aus der vom Kläger angeführten, vom Gesetzgeber\n\nnicht aufgegriffenen Beschlußempfehlung des Rechtsausschusses des\n\nDeutschen Bundestages vom 5. Juni 2002 (BT-Drucks. 14/9266, S. 24),\n\ndurch Rechtsverordnung festzulegen, welche Angaben Darlehensgeber\n\nDarlehensnehmern bei Immobiliardarlehensverträgen zum Wert des Be-\n\nleihungsgegenstandes zu erteilen haben.\n\n2. Ein Zulassungsgrund liegt auch im Zusammenhang mit der An-\n\nwendung des Haustürwiderrufsgesetzes nicht vor. Die Annahme des Be-\n\nrufungsgerichts, der Kläger sei nicht durch eine Haustürsituation zum\n\nAbschluß des Darlehensvertrages bestimmt worden, ist eine einzelfallbe-\n\nzogene \n\ntatrichterliche Feststellung, die unter Berücksichtigung der\n\nRechtsprechung des Senats (BGHZ 123, 380, 392 f. und 131, 385, 392)\n\ngetroffen worden ist. Aufgrund dieser Feststellung ist die Frage, ob die\n\ndem Kläger erteilte Widerrufsbelehrung den Anforderungen des § 2\n\nAbs. 1 HWiG a.F. entspricht, nicht entscheidungserheblich.\n\nNobbe Bungeroth Joeres\n\n Mayen Appl","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XI_ZS/2002/XI_ZR_136-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-12-17/xi-zr-136-02","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XI_ZS/2002/XI_ZR_136-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XI_ZS/2002/XI_ZR_136-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-12-17/xi-zr-136-02","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XI_ZS/2002/XI_ZR_136-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 13:50:59.238017+00:00"}}