{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/XII_ZS/2001/XII_ZB__26-01","ecli":null,"court":"BGH","senate":"XII. Zivilsenat","decided":"2001-03-07","aktenzeichen":"XII ZB 26/01","doktyp":"Beschluß","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nXII ZB 26/01\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n7. März 2001\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. März 2001 durch die\n\nRichter Dr. Hahne, Dr. Krohn, Gerber, Weber-Monecke und Prof. Dr. Wagenitz\n\nbeschlossen:\n\nDie sofortige Beschwerde gegen den Beschluß des 3. Zivilsenats\n\ndes Oberlandesgerichts Koblenz vom 22. Dezember 2000 wird\n\nauf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.\n\nBeschwerdewert: 23.800 DM.\n\nGründe:\n\nDie sofortige Beschwerde hat keinen Erfolg.\n\nDas Oberlandesgericht hat durch den angefochtenen Beschluß, auf den\n\nzur weiteren Darstellung Bezug genommen wird, dem Beklagten die beantragte\n\nWiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Beru-\n\nfungsbegründungsfrist im Ergebnis zu Recht versagt. Dem Antrag konnte aller-\n\ndings schon deshalb nicht entsprochen werden, weil das von dem Beklagten\n\neingereichte Wiedereinsetzungsgesuch nicht den gesetzlichen Anforderungen\n\ngenügt.\n\nDer Prozeßbevollmächtigte des Beklagten war nach § 236 Abs. 2 Satz 2\n\nZPO gehalten, die versäumte Prozeßhandlung innerhalb der zweiwöchigen\n\nWiedereinsetzungsfrist nachzuholen. Nach der gefestigten Rechtsprechung\n\ndes Bundesgerichtshofs, die in Übereinstimmung mit der Judikatur anderer\n\nOberster Gerichtshöfe des Bundes steht und auch vom Schrifttum fast einhellig\n\ngeteilt wird, ist unter der nachzuholenden Prozeßhandlung bei Versäumung der\n\nRechtsmittelbegründungsfrist nicht ein Fristverlängerungsantrag, sondern aus-\n\nschließlich die Rechtsmittelbegründung selbst zu verstehen (BGH, Beschluß\n\nvom 7. Juni 1999 - II ZB 25/98 - NJW 1999, 3051 m.w.N.). Der Prozeßbevoll-\n\nmächtigte des Beklagten, der mit dem Antrag auf Wiedereinsetzung nur einen\n\nAntrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist gestellt hat, wäre\n\ndeshalb gehalten gewesen, innerhalb der zweiwöchigen Frist seit Zugang der\n\nam 16. November 2000 abgesandten gerichtlichen Mitteilung, daß die Berufung\n\nnicht rechtzeitig begründet worden sei, das Rechtsmittel zu begründen. Das ist\n\nnicht geschehen.\n\nHahne Krohn Ger-\n\nber\n\n Weber-Monecke Wagenitz","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XII_ZS/2001/XII_ZB__26-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-03-07/xii-zb-26-01","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 236","ref_norm":"236","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XII_ZS/2001/XII_ZB__26-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XII_ZS/2001/XII_ZB__26-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-03-07/xii-zb-26-01","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/XII_ZS/2001/XII_ZB__26-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 11:55:44.451512+00:00"}}