{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/VI_ZS/2006/VI_ZR_147-06A","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VI. Zivilsenat","decided":"2008-08-06","aktenzeichen":"VI ZR 147/06","doktyp":"Beschlüsse","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nVI ZR 147/06 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n6. August 2008 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 6. August 2008 durch die \n\nVizepräsidentin Dr. Müller, den Richter Wellner, die Richterin Diederichsen und \n\ndie Richter Stöhr und Zoll \n\nbeschlossen: \n\nDie Anhörungsrüge des Klägers vom 28. Mai 2008 gegen den Se-\n\nnatsbeschluss vom 17. April 2008 wird zurückgewiesen. \n\nDie Kosten des Rügeverfahrens hat der Kläger zu tragen. \n\nGründe: \n\n1 \n\n1. Über die statthafte (vgl. Zöller/Vollkommer ZPO 26. Aufl. § 321a Rn. 5) \n\nund auch im Übrigen zulässige Anhörungsrüge entscheidet der Senat in der \n\nregulären Spruchgruppe (vgl. BGH, Beschlüsse vom 28. Juli 2005 - III ZR \n\n438/04 - nicht veröffentlicht und - III ZR 443/04 - BGH-Report 2005, 1554, je-\n\n2 \n\n3 \n\nweils m.w.N.). \n\n2. Die Anhörungsrüge ist nicht begründet. \n\nNach Art. 103 Abs. 1 GG sind die Gerichte verpflichtet, das Vorbringen \n\nder Parteien zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen. Die Gerichte \n\nbrauchen jedoch nicht jedes Vorbringen der Beteiligten in den Gründen der Ent-\n\nscheidung ausdrücklich zu bescheiden (BVerfGE 96, 205, 216 f.; BGH, Be-\n\nschluss vom 24. Februar 2005 - III ZR 263/04 - NJW 2005, 1432 f.). Art. 103 \n\nAbs. 1 GG gewährt keinen Schutz gegen Entscheidungen, die den Sachvortrag \n\neines Beteiligten aus Gründen des formellen oder materiellen Rechts teilweise \n\noder ganz unberücksichtigt lassen (vgl. BVerfGE 21, 191, 194; 70, 288, 294; \n\nst. Rspr.). Nach § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO kann das Revisionsgericht von einer \n\nBegründung des Beschlusses, mit dem es über die Nichtzulassungsbeschwer-\n\nde entscheidet, absehen, wenn diese nicht geeignet wäre, zur Klärung der Vor-\n\naussetzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist. Von die-\n\nser Möglichkeit hat der Senat im vorliegenden Fall weitgehend Gebrauch ge-\n\nmacht. Im Übrigen ergibt sich aus der Kurzbegründung des Beschlusses vom \n\n17. April 2008, dass der Senat das mit der Anhörungsrüge des Klägers als \n\nübergangen beanstandete Vorbringen, wonach das Berufungsurteil später als \n\nfünf Monate nach seiner Verkündung abgesetzt worden sei, berücksichtigt, aber \n\nnicht für (zulassungs-)erheblich erachtet hat. \n\nMüller \n\n Wellner \n\nDiederichsen \n\nStöhr \n\nZoll \n\nVorinstanzen: \n\nLG Gießen, Entscheidung vom 16.10.2000 - 4 O 352/00 - \n\nOLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 20.01.2006 - 10 U 219/00 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2006/VI_ZR_147-06A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-08-06/vi-zr-147-06","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2006/VI_ZR_147-06A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2006/VI_ZR_147-06A.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-08-06/vi-zr-147-06","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2006/VI_ZR_147-06A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 18:41:11.754551+00:00"}}