{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VI. Zivilsenat","decided":"2006-07-11","aktenzeichen":"VI ZR 252/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nVI ZR 252/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n11. Juli 2006 \n\nin dem Rechtsstreit \n\n \n \n \n \n\nDer VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. Juli 2006 durch die \n\nVizepräsidentin Dr. Müller, die Richter Dr. Greiner, Wellner, die Richterin \n\nDiederichsen und den Richter Zoll \n\nbeschlossen: \n\nDie Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem \n\nUrteil des 23. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom \n\n17. November 2005 wird zurückgewiesen, weil sie nicht aufzeigt, dass die \n\nRechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts \n\noder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des \n\nRevisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 S. 1 ZPO). \n\nDie Auffassung des Berufungsgerichts, dass der Beklagte zu 2 bei der Abwicklung \n\nder Geschäfte ab August 1994 ein Verlustrisiko für die Klägerin erkannt und in Kauf \n\ngenommen hat, ist nicht zu beanstanden. Der Klägerin ist dadurch ein Schaden in \n\nHöhe des eingesetzten Kapitals entstanden, das unstreitig aufgrund der fehlenden \n\nSicherung verloren gegangen ist. Der Verlust des Kapitals war auch nicht mit den \n\nRenditen zu verrechnen. Zum einen handelte sich hierbei um einen \n\nVorteilsausgleich, für dessen Voraussetzungen die Beklagten darlegungs- und \n\nbeweispflichtig sind. Zum andern hätte die Klägerin auch bei vertragsgemäßem \n\nVerhalten des Beklagten zu 2 Renditen gezogen und ihr Kapital trotzdem behalten. \n\nSchließlich ist nicht zu beanstanden, dass das Berufungsgericht den Eintritt \n\nder Verjährung verneint. Selbst wenn der Klägerin vor 2002 bekannt gewesen \n\nsein sollte, dass das Kapital nicht abgesichert worden ist, fehlt der Nachweis \n\nihrer positiven Kenntnis vor der Akteneinsicht im Jahr 2002 davon, dass der \n\nBeklagte zu 2 die Gelder über das Konto bei der Beklagten zu 1 trotz des \n\nWissens um die fehlende Sicherung an die EBH überwiesen hat. Erst mit dem \n\nAusfall der Ansprüche gegen die EBH erlangte die Kenntnis der Personen, die \n\nfür die Prüfung der Sicherung des Kapitals und dessen Investition \n\nverantwortlich waren, Bedeutung. Erst von da ab konnte die Klägerin die über \n\n \n \n \n \n \n \n \n\neine Vermutung hinausgehende Kenntnis erlangen, dass der Beklagte zu 2 \n\nseine Treuepflicht verletzt hat und die Beklagte zu 1 durch die Kontenführung \n\ndabei behilflich war. \n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 S. 2, 2. Halbs. ZPO \n\nabgesehen. \n\nDie Beklagten tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens \n\n(§ 97 Abs. 1 ZPO). \n\nStreitwert: 2.198.987,64 € \n\nMüller \n\nGreiner \n\nWellner \n\nDiederichsen \n\nZoll \n\nVorinstanzen: \nLG München I, Entscheidung vom 13.07.2004 - 28 O 3378/03 - \nOLG München, Entscheidung vom 17.11.2005 - 23 U 4341/04 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-07-11/vi-zr-252-05","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-07-11/vi-zr-252-05","retrieved":"2026-07-10 20:47:53.209313+00:00"},"card":{"id":"bgh/2006-07-11/vi-zr-252-05","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"VI. 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