{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/VI_ZS/2005/VI_ZR_103-05","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VI. Zivilsenat","decided":"2005-12-06","aktenzeichen":"VI ZR 103/05","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"Abschrift \n\nBUNDESGERICHTSHOF \n\nVI ZR 103/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n6. Dezember 2005 \n\nin dem Rechtsstreit \n\n \n \n\nDer VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 6. Dezember 2005 durch die \n\nVizepräsidentin Dr. Müller, die Richter Dr. Greiner, Wellner, Pauge und Stöhr \n\nbeschlossen: \n\nDie Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision \n\nin dem Urteil des 14. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf \n\nvom 21. April 2005 wird zurückgewiesen, weil sie nicht aufzeigt, dass \n\ndie Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung \n\ndes Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung \n\neine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 \n\nS. 1 ZPO). \n\nDie Nichtzulassungsbeschwerde zeigt keinen Vortrag zu Umständen \n\nauf, aus denen sich das Bewusstsein des Beklagten zu 2 davon ergibt, \n\ndass die beanstandeten Erwerbsvorgänge das Vermögen des Vaters \n\ndes Beklagten im wesentlichen aufgezehrt haben. Auch ist Vortrag zu \n\nUmständen, nach denen das Handeln des außerhalb des Darlehens- \n\nund des Treuhandvertrages stehenden Beklagten zu 2 als mit einer \n\nloyalen Rechtsgesinnung schlechthin unvereinbar erschiene (vgl. \n\nSenatsurteil vom 2. Juni 1981 – VI ZR 28/80 – NJW 1981, 2184; BGH, \n\nUrteil vom 23. April 1999 – V ZR 62/98 – NJW-RR 1999, 1186), nicht \n\ndargetan. Das Revisionsgericht kann die Wertung des Tatrichters \n\nhierzu nur darauf überprüfen, ob dieser die tatsächlichen Umstände \n\nvon einem richtigen Ansatz aus und vollständig gewürdigt hat. Fehler \n\ndes Berufungsgerichts insoweit sind nicht ersichtlich. Dass der \n\nBeklagte zu 2 möglicherweise unterlassen hat, seinen Vater nach dem \n\nTreuhandverhältnis an dem Grundschuldbrief zu befragen, ist nicht \n\ngleichbedeutend mit einem bewussten Sich-Verschließen gegen \n\nUmstände, aus denen sich eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung \n\nund damit eine Haftung nach § 826 BGB ergeben würde. Für den \n\nnach §§ 823 Abs. 2, 830 Abs. 2 BGB, 266 \n\n \n \n \n \n \n \n \n\nStGB erforderlichen Doppelvorsatz ist ausreichender Vortrag nicht \n\nersichtlich. \n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 S. 2, \n\n2. Halbs. ZPO abgesehen. \n\nDer Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens \n\n(§ 97 Abs. 1 ZPO). \n\nStreitwert: 127.822,97 € \n\nMüller \n\nGreiner \n\nWellner \n\nPauge \n\nStöhr","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2005/VI_ZR_103-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-12-06/vi-zr-103-05","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 823","ref_norm":"823","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 826","ref_norm":"826","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 830","ref_norm":"830","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2005/VI_ZR_103-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2005/VI_ZR_103-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-12-06/vi-zr-103-05","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2005/VI_ZR_103-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 17:21:45.304436+00:00"}}