{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/VI_ZS/2004/VI_ZR_212-04","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VI. Zivilsenat","decided":"2005-03-15","aktenzeichen":"VI ZR 212/04","doktyp":"Urteile","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nVI ZR 212/04 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n15. März 2005 \n\nin dem Rechtsstreit \n\n \n \n \n \n\nDer VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. März 2005 durch die \n\nVorsitzende Richterin Dr. Müller, den Richter Dr. Greiner, die Richterin Diederichsen \n\nund die Richter Pauge und Zoll \n\nbeschlossen: \n\nDie Beschwerde der Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision in \n\ndem Urteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom \n\n23. Juni 2004 wird zurückgewiesen, weil sie nicht aufzeigt, daß die \n\nRechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des \n\nRechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine \n\nEntscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 S. 1 ZPO). \n\nDie Frage, ob dem Tatbestand des erstinstanzlichen Urteils positive \n\nBeweiskraft beizumessen ist, ob also im erstinstanzlichen Tatbestand \n\nerwähnte Angriffs- und Verteidigungsmittel auch für die zweite Instanz im \n\nRahmen des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO Bindungswirkung entfalten oder ob \n\nsich die Feststellungswirkung des Ersturteils nur auf durch Beweiserhebung \n\nfestgestellte Tatsachen bezieht, stellt sich nicht. Dem Tatbestand des \n\nlandgerichtlichen Urteils kommt vorliegend keine Beweiskraft gemäß \n\n§ 314 ZPO zu, weil er den in den Urteilsgründen getroffenen Feststellungen \n\nzu der Frage, ob die Patientin am 8. Oktober 1998 über Blut im Urin geklagt \n\nhat, widerspricht (vgl. BGH, Urteile vom 14. Oktober 1988 – V ZR 73/87 – \n\nNJW 1989, 898 m.w.N. und vom 13. Mai 1996 – II ZR 275/94 – NJW 1996, \n\n2306, insoweit in BGHZ 132, 390 nicht abgedruckt). \n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 S. 2, \n\n2. Halbs. ZPO abgesehen. \n\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n\nDie Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens und die \n\naußergerichtlichen Kosten des Beklagten tragen die Kläger zu 1) \n\nbis 3) in Höhe von 51 % als Gesamtschuldner, im übrigen der Kläger \n\nzu 1) allein. Ihre eigenen außergerichtlichen Kosten tragen die Kläger \n\njeweils selbst (§§ 97 Abs. 1, 100 Abs. 2 ZPO). \n\nStreitwert: 61.204,00 €; \n\n davon entfallen auf den Kläger zu 1) 61.204,00 € \n\n und auf die Kläger zu 2) und 3) 30.964,00 €. \n\nMüller \n\nGreiner \n\nDiederichsen \n\nPauge \n\nZoll","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2004/VI_ZR_212-04.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-03-15/vi-zr-212-04","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 100","ref_norm":"100","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 314","ref_norm":"314","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 529","ref_norm":"529","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2004/VI_ZR_212-04.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2004/VI_ZR_212-04.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2005-03-15/vi-zr-212-04","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2004/VI_ZR_212-04.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 16:27:37.774209+00:00"}}