{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/VII_ZS/2006/VII_ZB__51-06","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VII. Zivilsenat","decided":"2006-09-28","aktenzeichen":"VII ZB 51/06","doktyp":"Beschlüsse","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nVII ZB 51/06\n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n28. September 2006 \n\nin Sachen \n\nDer VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 28. September 2006 durch \n\nden Vorsitzenden Richter Dr. Dressler und die Richter Dr. Haß, Hausmann, \n\nDr. Wiebel und Bauner \n\nbeschlossen: \n\nAuf die Rechtsbeschwerde des Klägers wird der Beschluss des \n\n4. Zivilsenats (Einzelrichter) des Oberlandesgerichts Bamberg \n\nvom 16. März 2006 aufgehoben. \n\nDie Sache wird zur erneuten Entscheidung, auch über die Kosten \n\ndes Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Beschwerdegericht \n\n(Einzelrichter) zurückverwiesen. \n\nGerichtskosten für das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht \n\nerhoben. \n\nBeschwerdewert: 1.444,70 € \n\nGründe: \n\nI. \n\n1 \n\nDas Landgericht hat die vom Kläger geltend gemachten Termins- und \n\nEinigungsgebühren in Höhe von insgesamt 1.444,70 € im Kostenfestsetzungs-\n\nbeschluss nicht berücksichtigt. Die dagegen gerichtete sofortige Beschwerde \n\ndes Klägers hat das Beschwerdegericht mit Beschluss des Einzelrichters zu-\n\nrückgewiesen. Mit der vom Einzelrichter zugelassenen Rechtsbeschwerde be-\n\ngehrt der Kläger, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und unter Abände-\n\nrung des Kostenfestsetzungsbeschlusses des Landgerichts seinem Kostenfest-\n\nsetzungsantrag hinsichtlich der verlangten Termins- und Einigungsgebühren \n\nstattzugeben. \n\n2 \n\n3 \n\n4 \n\nII. \n\nDie Rechtsbeschwerde hat Erfolg. \n\n1. Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 3 \n\nZPO statthaft. Ihre Zulassung ist nicht deshalb unwirksam, weil der Einzelrichter \n\nentgegen § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO anstelle des Kollegiums entschieden hat. \n\n2. Die angefochtene Einzelrichterentscheidung unterliegt indes der Auf-\n\nhebung, weil sie unter Verletzung des Verfassungsgebots des gesetzlichen \n\nRichters ergangen ist. Der Einzelrichter durfte über die Zulassung nicht selbst \n\nentscheiden, sondern hätte das Verfahren gemäß § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO dem \n\nSenat übertragen müssen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. März 2003 - IX ZB \n\n134/02, BGHZ 154, 200; vom 10. April 2003 - VII ZB 17/02, BauR 2003, 1252 \n\n= ZfBR 2003, 557 und vom 11. September 2003 - XII ZB 188/02, NJW 2003, \n\n3712). \n\n5 \n\n3. Die Aufhebung führt zur Zurückverweisung der Sache an den Einzel-\n\nrichter, der den angefochtenen Beschluss erlassen hat. \n\nDressler Haß Hausmann \n\n Wiebel Bauner \n\nVorinstanzen: \n\nLG Würzburg, Entscheidung vom 04.01.2006 - 72 O 946/05 - \n\nOLG Bamberg, Entscheidung vom 16.03.2006 - 4 W 39/06 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2006/VII_ZB__51-06.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-09-28/vii-zb-51-06","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 568","ref_norm":"568","n":2}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2006/VII_ZB__51-06.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2006/VII_ZB__51-06.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-09-28/vii-zb-51-06","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2006/VII_ZB__51-06.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 20:54:51.144212+00:00"}}