{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/VII_ZS/2002/VII_ZB__39-02","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VII. Zivilsenat","decided":"2003-09-11","aktenzeichen":"VII ZB 39/02","doktyp":"Beschluß","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nVII ZB 39/02\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n11. September 2003\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\n\nDr. Dressler sowie die Richter Dr. Haß, Hausmann, Dr. Wiebel und\n\nProf. Dr. Kniffka\n\nam 11. September 2003\n\nbeschlossen:\n\nDie Rechtsbeschwerde der Beklagten gegen den Beschluß des\n\n13. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 8. August\n\n2002 wird auf Kosten der Beklagten verworfen.\n\nGegenstandswert: 11.241,70 \n\nGründe:\n\nDas Rechtsmittel ist statthaft, aber nicht zulässig.\n\nDie gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Rechtsbe-\n\nschwerde liegen nicht vor. Auf die von der Beschwerdebegründung als grund-\n\nsätzlich bezeichnete Frage, ob der Rechtsanwalt vor Unterzeichnung des\n\nEmpfangsbekenntnisses nicht nur die Notierung der Rechtsmittelfrist sicher-\n\nstellen muß (vgl. BGH, Beschluß vom 17. September 2002 - VI ZR 419/01,\n\nNJW 2002, 3782 m.w.N.), sondern auch die der Rechtsmittelbegründungsfrist,\n\nkommt es hier nicht an. Rechtsanwalt B. trifft hinsichtlich der Einhaltung der\n\nBerufungsbegründungsfrist jedenfalls ein Organisationsverschulden. Die Be-\n\nklagten haben nicht hinreichend dargetan, daß die behauptete Einzelanweisung\n\nan die Bürovorsteherin inhaltlich geeignet war, die Wahrung der Begründungs-\n\nfrist zu sichern. Daß die Anweisung für den Fristbeginn deutlich auf die Urteils-\n\nzustellung verwies, ist nicht ersichtlich. Vielmehr ist dem Vortrag der Beklagten\n\n(cid:0)\n\nzu entnehmen, die Angestellte sei „im konkreten Fall ... ausdrücklich dahinge-\n\nhend geschult gewesen, daß die Frist mit der Einlegung des Rechtsmittels zu\n\nlaufen“ beginne.\n\nDressler \n\nHaß \n\nHausmann\n\nWiebel \n\nKniffka","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2002/VII_ZB__39-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2003-09-11/vii-zb-39-02","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2002/VII_ZB__39-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2002/VII_ZB__39-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2003-09-11/vii-zb-39-02","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2002/VII_ZB__39-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 14:44:25.598909+00:00"}}