{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/VII_ZS/2001/VII_ZR_143-01","ecli":null,"court":"BGH","senate":"VII. Zivilsenat","decided":"2002-07-25","aktenzeichen":"VII ZR 143/01","doktyp":"Beschluß","leitsatz":"HOAI § 4 Abs. 2 Der Auftraggeber eines Architekten ist beweispflichtig für die Behauptung, es sei eine unterhalb der Mindestsätze der HOAI liegende Pauschalhonorarvereinbarung ge- troffen worden.","text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n25. Juli 2002\n\nin dem Rechtsstreit\n\nVII ZR 143/01\n\nNachschlagewerk: ja\n\nBGHZ: nein\n\nHOAI § 4 Abs. 2\n\nDer Auftraggeber eines Architekten ist beweispflichtig für die Behauptung, es sei eine\n\nunterhalb der Mindestsätze der HOAI liegende Pauschalhonorarvereinbarung ge-\n\ntroffen worden.\n\nBGH, Beschluß vom 25. Juli 2002 – VII ZR 143/01 - OLG Hamm\n LG Essen\n\nDer VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25. Juli 2002 durch den Vor-\n\nsitzenden Richter Prof. Dr. Ullmann und die Richter Prof. Dr. Thode, Dr. Wiebel,\n\nProf. Dr. Kniffka und Bauner\n\nbeschlossen:\n\nDie Revisionen des Klägers und der Beklagten gegen das Urteil\n\ndes 21. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 1. März\n\n2001 werden nicht angenommen.\n\nDie Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Die Revi-\n\nsionen haben im Ergebnis auch keine Aussicht auf Erfolg (vgl.\n\n§ 26 Nr. 7 EGZPO, § 554b ZPO in der Auslegung des Beschlus-\n\nses \n\ndes \n\nBVerfG \n\nvom \n\n11. Juni 1980 \n\n- 1 PBvU 1/79 –\n\nBVerfGE 54, 277).\n\nDie Beklagte trägt von den Kosten der Revisionsverfahren und der\n\nStreithelferin 48%; der Kläger trägt von den Kosten der Revisions-\n\nverfahren 52%. Die Streithelferin trägt im übrigen ihre Kosten\n\nselbst (§ 92 Abs. 1, § 97 Abs. 1, § 101 Abs. 1 ZPO).\n\n(cid:0)(cid:2)(cid:1)(cid:4)(cid:3)(cid:6)(cid:5)(cid:7)(cid:0)(cid:2)(cid:8)(cid:9)(cid:3)(cid:6)(cid:10)(cid:12)(cid:11)(cid:14)(cid:13)\n\nStreitwert: \n\nGründe:\n\nEs geht zu Lasten der Beklagten, daß sich das Berufungsgericht vom\n\nAbschluß einer niedrigeren Pauschalhonorarvereinbarung nicht hat überzeugen\n\nkönnen. Der Auftraggeber eines Architekten ist beweispflichtig für die Behaup-\n\ntung, es sei eine unterhalb der Mindestsätze der HOAI liegende Pauschalhono-\n\nrarvereinbarung getroffen worden. Der gegenteiligen Auffassung des Kammer-\n\ngerichts (NJW-RR 1999, 242) folgt der Senat nicht. Die für den Werkvertrag\n\ngeltende Regel, wonach der Unternehmer die Behauptung einer unterhalb der\n\nüblichen Sätze liegenden Pauschalvergütung zu widerlegen hat, ist im Hinblick\n\nauf § 4 Abs. 2 HOAI auf den Architektenvertrag nicht übertragbar.\n\nUllmann\n\nThode\n\nWiebel\n\nKniffka\n\nBauner","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2001/VII_ZR_143-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-07-25/vii-zr-143-01","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 101","ref_norm":"101","n":1},{"jurabk":"ZPOEG","ref":"§ 26","ref_norm":"26","n":1},{"jurabk":"HOAI 2013","ref":"§ 4","ref_norm":"4","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2001/VII_ZR_143-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2001/VII_ZR_143-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-07-25/vii-zr-143-01","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VII_ZS/2001/VII_ZR_143-01.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 13:20:50.291463+00:00"}}