{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZR___6-05A","ecli":null,"court":"BGH","senate":"I. Zivilsenat","decided":"2007-12-13","aktenzeichen":"I ZR 6/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nI ZR 6/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n13. Dezember 2007 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. Dezember 2007 \n\ndurch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Pokrant, \n\nProf. Dr. Büscher, Dr. Bergmann und Dr. Kirchhoff \n\nbeschlossen: \n\nDie Gehörsrügen vom 24. und 30. Oktober 2007 gegen das Se-\n\nnatsurteil vom 20. September 2007 werden auf Kosten der Kläge-\n\nrin zurückgewiesen. \n\nGründe: \n\n1 \n\n1. Entgegen der Annahme der Anhörungsrüge war der Senat in dem \n\nVerhandlungstermin am 6. Juni 2007 vorschriftsmäßig besetzt. Es bestand ein \n\nrechtlicher Zusammenhang mit dem älteren Verfahren I ZR 94/04; das vorlie-\n\ngende Verfahren war deshalb in der für die ältere Sache zuständigen Spruch-\n\ngruppe zu verhandeln und zu entscheiden. \n\n2 \n\nDie Sache I ZR 94/04 fiel nach Ziffer 2a der für 2004 gültigen senatsin-\n\nternen Mitwirkungsgrundsätze vom 4. Dezember 2003 in die Spruchgruppe I. \n\nZum Zeitpunkt der Terminierung jenes Verfahrens am 20. Dezember 2006 gal-\n\nten die senatsinternen Mitwirkungsgrundsätze vom 9. November 2006. Nach \n\nderen Ziffer 2a war ebenfalls die Spruchgruppe I zuständig, und zwar in der Be-\n\nsetzung: \"Vorsitzender, Dr. v. Ungern-Sternberg, Pokrant, Dr. Schaffert und \n\nDr. Bergmann\". Entsprechend war die Besetzung der Spruchgruppe I nach den \n\nsenatsinternen Mitwirkungsgrundsätzen vom 11. Januar 2007 vorgesehen. \n\n3 \n\nNach Ziffer 2d der senatsinternen Mitwirkungsgrundsätze vom 16. De-\n\nzember 2004 für 2005, vom 15. Dezember 2005 für 2006 und vom 9. November \n\n2006 sowie 11. Januar 2007 war die Spruchgruppe I auch für die Sache \n\nI ZR 6/05 zuständig, weil ein rechtlicher Zusammenhang mit dem älteren Ver-\n\nfahren I ZR 94/04 bestand. \n\n4 \n\n5 \n\n6 \n\n7 \n\n8 \n\nAm 6. Juni 2007 wurden Sachen der Spruchgruppe I verhandelt. Da die \n\nRichter am Bundesgerichtshof Dr. Schaffert und Dr. Bergmann an dem Ver-\n\nhandlungstag urlaubsbedingt verhindert waren, wurden diese durch die Richter \n\nam Bundesgerichtshof Prof. Dr. Büscher und Dr. Kirchhoff vertreten. \n\nBei der Verkündung der Entscheidung am 20. September 2007 brauch-\n\nten nicht diejenigen Richter mitzuwirken, die an der mündlichen Verhandlung \n\nund der Entscheidung beteiligt waren (vgl. BGHZ 61, 369, 370). \n\nDa der Senat ordnungsgemäß besetzt war, kommt es nicht darauf an, ob \n\nmit der Anhörungsrüge nach § 321a ZPO überhaupt eine nicht vorschriftsmäßi-\n\nge Besetzung des Spruchkörpers gerügt werden kann (bejahend: Baum-\n\nbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 66. Aufl., § 321a Rdnr. 36; offengelassen: \n\nBGH, Beschl. v. 19.1.2006 - I ZR 151/02, GRUR 2006, 346 Tz. 6 = WRP 2006, \n\n467 - Jeans II). \n\n2. Das als übergangen gerügte Vorbringen ist vom Senat berücksichtigt. \n\nEs bezieht sich in Abschnitt I der Anhörungsrüge vom 30. Oktober 2007 \n\ndarauf, dass der Senat eine Marke kraft Verkehrsgeltung nach § 4 Nr. 2 \n\nMarkenG nicht als Streitgegenstand angesehen habe (Abschn. II 4 Tz. 55 ff. \n\ndes Urteils). \n\n9 \n\nDer Senat hat den Vortrag der Klägerin zu ihren Markenrechten berück-\n\nsichtigt. Daraus ergab sich nicht, dass die Klägerin neben den im Einzelnen \n\nbezeichneten registrierten Markenrechten, für deren Wortbestandteil \"Kinder\" \n\nvon ihr Verkehrsdurchsetzung nach § 8 Abs. 3 MarkenG in Anspruch genom-\n\nmen worden war, als weiteren Streitgegenstand eine Marke kraft Verkehrsgel-\n\ntung i.S. von § 4 Nr. 2 MarkenG als selbständiges Markenrecht in den Rechts-\n\nstreit eingeführt hatte. Die Klägerin hatte vielmehr in ihrem Schriftsatz vom \n\n1. März 2004 ausdrücklich angeführt, dass sie bislang nur die Wort-/Bildmarke \n\nNr. 1180071 in das Verfahren eingeführt habe und das Begehren nunmehr \n\nauch auf die am 2. Oktober 2003 eingetragene weitere Wort-/Bildmarke gestützt \n\nwerde. Auch aus dem weiteren Vortrag der Klägerin ergab sich nichts dafür, \n\ndass eine Marke kraft Verkehrsgeltung nach § 4 Nr. 2 MarkenG als selbständi-\n\nges Schutzrecht im Rechtsstreit geltend gemacht werden sollte. Dazu reichte \n\nauch die Vorlage der Revisionsbegründung vom 22. November 2004 aus dem \n\nVerfahren \n\nI ZR 94/04 \n\nim vorliegenden Rechtsstreit mit Schriftsatz vom \n\n24. November 2004 nicht aus. \n\n10 \n\nAuch das weitere in Abschnitt II der Anhörungsrüge vom 30. Oktober \n\n2007 als übergangen gerügte Vorbringen ist vom Senat berücksichtigt worden. \n\nBornkamm \n\n Pokrant \n\n Büscher \n\nBergmann \n\n Kirchhoff \n\nVorinstanzen: \n\nLG Köln, Entscheidung vom 01.03.2000 - 84 O 77/99 - \n\nOLG Köln, Entscheidung vom 22.12.2004 - 6 U 51/00 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZR___6-05A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-12-13/i-zr-6-05","cited_norms":[{"jurabk":"MarkenG","ref":"§ 4","ref_norm":"4","n":3},{"jurabk":"MarkenG","ref":"§ 8","ref_norm":"8","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZR___6-05A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZR___6-05A.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-12-13/i-zr-6-05","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZR___6-05A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 20:10:29.927637+00:00"}}