{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZB_108-05","ecli":null,"court":"BGH","senate":"I. Zivilsenat","decided":"2006-11-09","aktenzeichen":"I ZB 108/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nI ZB 108/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n9. November 2006 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 9. November 2006 \n\ndurch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter \n\nDr. v. Ungern-Sternberg, Dr. Büscher, Dr. Schaffert und Gröning \n\nbeschlossen: \n\nDer Antrag der Beklagten, ihr für das Rechtsbeschwerdeverfahren \n\nProzesskostenhilfe zu bewilligen und ihr Rechtsanwältin von Gierke \n\nbeizuordnen, wird abgelehnt. \n\nGründe: \n\n1 \n\nDie von der Beklagten beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hin-\n\nreichende Aussicht auf Erfolg (§ 114 ZPO). Nach vorläufiger Einschätzung des \n\nSenats ist die eingelegte Rechtsbeschwerde unzulässig, weil die Rechtssache \n\nkeine grundsätzliche Bedeutung hat und weder die Fortbildung des Rechts noch \n\ndie Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des \n\nRechtsbeschwerdegerichts erfordert (§ 574 Abs. 2 Nr. 1 und 2 ZPO). \n\n2 \n\nDie Entscheidung des Berufungsgerichts stimmt mit der Rechtsprechung \n\ndes Bundesgerichtshofs überein, wonach ein Rechtsanwalt auch bei solchen \n\nFristen, die er nicht selbst zu berechnen hat, verpflichtet bleibt, durch allgemei-\n\nne Anweisungen sicherzustellen, dass sein Büropersonal nicht eigenmächtig im \n\nFristenkalender eingetragene Fristen ändert oder löscht, insbesondere im Fall \n\neiner abermaligen Zustellung des Urteils (BGH, Beschl. v. 17.4.1991 \n\n- XII ZB 40/91, VersR 1991, 1309, 1310; Beschl. v. 8.2.1996 - IX ZB 95/95, \n\nNJW 1996, 1349, 1350; Beschl. v. 8.3.2004 - II ZB 21/03, FamRZ 2004, 865, \n\n866). Den von der Rechtsbeschwerde zitierten Entscheidungen des Bundesge-\n\nrichtshofs vom 7. Oktober 1986 (VI ZB 8/86, VersR 1987, 258) und vom \n\n26. Oktober 1994 (IV ZB 12/94, VersR 1995, 680) lagen andere, mit dem vor-\n\nliegenden Fall nicht vergleichbare Fallgestaltungen zugrunde. Dort hatte – an-\n\nders als im Streitfall – jeweils das Gericht einen Vertrauenstatbestand geschaf-\n\nfen. \n\nBornkamm \n\nv. Ungern-Sternberg \n\nBüscher \n\nSchaffert \n\nGröning \n\nVorinstanzen: \n\nLG Mannheim, Entscheidung vom 14.01.2005 - 7 O 280/04 - \n\nOLG Karlsruhe, Entscheidung vom 25.07.2005 - 6 U 47/05 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZB_108-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-11-09/i-zb-108-05","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 114","ref_norm":"114","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZB_108-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZB_108-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-11-09/i-zb-108-05","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/I_ZS/2005/I_ZB_108-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 21:05:49.208732+00:00"}}