{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/IX_ZS/2003/IX_ZR_286-03A","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2006-03-09","aktenzeichen":"IX ZR 286/03","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIX ZR 286/03 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n9. März 2006 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter \n\nDr. Fischer, die Richter Raebel, Kayser, Cierniak und die Richterin Lohmann \n\nam 9. März 2006 \n\nbeschlossen: \n\nDie Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Senatsbeschluss vom \n\n12. Januar 2006 wird zurückgewiesen. \n\nDie Kosten des Rügeverfahrens hat die Klägerin zu tragen. \n\nGründe: \n\n1 \n\nDie Anhörungsrüge ist unbegründet. Die Gerichte sind nach Art. 103 \n\nAbs. 1 GG verpflichtet, das Vorbringen der Parteien zur Kenntnis zu nehmen \n\nund in Erwägung zu ziehen. Hingegen ist es nicht erforderlich, alle Einzelpunkte \n\ndes Parteivortrags in den Gründen der Entscheidung auch ausdrücklich zu be-\n\nscheiden (BVerfGE 96, 205, 216 f). Der Senat hat in dem Beschluss vom \n\n12. Januar 2006 die von der Anhörungsrüge der Klägerin umfassten Angriffe \n\nder Nichtzulassungsbeschwerde in vollem Umfang darauf geprüft, ob sie einen \n\nRevisionszulassungsgrund ergeben. Er hat unter diesem Gesichtspunkt die \n\nBeanstandungen sämtlich für nicht durchgreifend erachtet und hat insoweit \n\n- ohne dass dies nach § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO rechtlich geboten gewesen \n\nwäre - seinem die Beschwerde zurückweisenden Beschluss eine kurze \n\nBegründung beigefügt. Von einer weiterreichenden Begründung - insbesondere \n\nzu der Frage des Schriftsatznachlasses - kann auch \n\nin diesem \n\nVerfahrensabschnitt in entsprechender Anwendung des § 544 Abs. 4 Satz 2 \n\nsprechender Anwendung des § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO abgesehen werden. \n\nWeder aus § 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO, nach dem der Beschluss kurz begründet \n\nwerden soll, noch unmittelbar aus dem Verfassungsrecht ergibt sich eine Ver-\n\npflichtung zu einer weitergehenden Begründung der Entscheidung. Ansonsten \n\nhätte es eine Partei in der Hand, mittels einer Anhörungsrüge nach § 321a ZPO \n\ndie Bestimmung des § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO im Nichtzulassungsbeschwerde-\n\nverfahren auszuhebeln. Auch nach der Gesetzesbegründung kann eine Ge-\n\nhörsrüge gegen die Entscheidung über eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht \n\ndazu eingelegt werden, eine Begründungsergänzung herbeizuführen (vgl. BT-\n\nDrucks. 15/3706 S. 16; BGH, Beschl. v. 24. Februar 2005 - III ZR 263/04, NJW \n\n2005, 1432, 1433; v. 28. Juli 2005 - III ZR 443/04, FamRZ 2005, 1831 f; siehe \n\nferner BGH, Beschl. v. 19. Januar 2004 - II ZR 108/02, WM 2004, 1894, 1895). \n\nFischer \n\nRaebel \n\nKayser \n\nCierniak \n\nLohmann \n\nVorinstanzen: \n\nLG Ingolstadt, Entscheidung vom 20.02.2003 - 5 O 1895/01 - \n\nOLG München, Entscheidung vom 30.06.2003 - 31 U 2237/03 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2003/IX_ZR_286-03A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-03-09/ix-zr-286-03","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2003/IX_ZR_286-03A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2003/IX_ZR_286-03A.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-03-09/ix-zr-286-03","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2003/IX_ZR_286-03A.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 20:24:21.295302+00:00"}}