{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/IX_ZS/2002/IX_ZR__60-02","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2004-03-18","aktenzeichen":"IX ZR 60/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nIX ZR 60/02\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n18. März 2004\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\n\nDr. Kreft und die Richter Dr. Fischer, Dr. Ganter, Kayser und Vill\n\nam 18. März 2004\n\nbeschlossen:\n\nDie Revision des Klägers gegen das Urteil des 22. Zivilsenats des\n\nOberlandesgerichts Köln vom 5. Februar 2002 wird nicht ange-\n\nnommen.\n\nDer Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.\n\nDer Streitwert für die Revisionsinstanz wird auf 182.481,61 \n\n(356.903 DM) festgesetzt.\n\nGründe:\n\nDie Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung und die Revision\n\nim Ergebnis keine Aussicht auf Erfolg (§ 554b ZPO a.F.).\n\n1. Soweit das Berufungsurteil das Verfahren 5 K 3416/90 FG Köln be-\n\nhandelt, ist ihm weitgehend schon wegen der Bindungswirkung der Feststel-\n\nlungsbescheide zuzustimmen. Die Zustellung an den Steuerberater A. war\n\nwirksam (vgl. § 80 Abs. 1 Satz 4 AO). Hinsichtlich des Anwesens P. \n\n beruht das angefochtene Urteil auf einer revisionsrechtlich haltbaren tat-\n\nrichterlichen Würdigung.\n\n2. Soweit das Berufungsurteil das Verfahren 2 K 1918/93 FG Köln be-\n\ntrifft, hat der Kläger nicht hinreichend dargetan, daß der Bundesfinanzhof bei\n\nfachgerechter Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde die Revision aus\n\nRechtsgründen hätte zulassen müssen (vgl. BGHZ 133, 110, 111; 145, 256,\n\n261). Das Urteil des BFH vom 30. September 1997 (BFHE 184, 406), das die\n\nVermutung für eine Überschußerzielungsabsicht erstmals deutlich zugunsten\n\ndes Steuerpflichtigen erweiterte, lag bei Abfassung der Nichtzulassungsbe-\n\nschwerde noch nicht vor. Gemessen an der zuvor ergangenen Rechtsprechung\n\ndes Bundesfinanzhofs war nicht ersichtlich, daß die Rechtssache grundsätzli-\n\nche Bedeutung hatte. Der Kläger hat ebenfalls nicht dargetan, daß das Urteil\n\ndes FG Köln einen Rechtssatz enthielt, der in Widerspruch zu einem damals\n\nschon verkündeten Urteil des Bundesfinanzhofs stand, oder daß es wegen ei-\n\nnes Verfahrensfehlers hätte aufgehoben werden müssen.\n\nEine Verletzung der dem Beklagten obliegenden Hinweispflicht ist in\n\nAnbetracht der eigenen Sachkunde des Klägers als Steuerberater nicht er-\n\nsichtlich; im übrigen traf den Kläger die Beweislast, soweit er geltend gemacht\n\nhat,\n\ndie Pflichtverletzung des Beklagten habe in einem Unterlassen gebotener Hin-\n\nweise und Belehrungen bestanden (vgl. BGHZ 126, 217, 225; BGH, Urt. v.\n\n4. Juni 1996 - IX ZR 246/95, WM 1996, 1841, 1842).\n\nKreft Fischer Ganter\n\n Kayser Vill","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2002/IX_ZR__60-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2004-03-18/ix-zr-60-02","cited_norms":[{"jurabk":"AO 1977","ref":"§ 80","ref_norm":"80","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2002/IX_ZR__60-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2002/IX_ZR__60-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2004-03-18/ix-zr-60-02","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2002/IX_ZR__60-02.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 15:20:09.910856+00:00"}}