{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/IX_ZS/2000/IX_ZR_117-00","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2002-12-18","aktenzeichen":"IX ZR 117/00","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nIX ZR 117/00\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n18. Dezember 2002\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\n\nDr. Kreft und die Richter Kirchhof, Dr. Fischer, Dr. Ganter und Kayser\n\nam 18. Dezember 2002\n\nbeschlossen:\n\nDie Revision des Beklagten gegen das Urteil des 12. Zivilsenats\n\ndes Oberlandesgerichts Stuttgart vom 14. März 2000 wird nicht\n\nangenommen.\n\nDer Beklagte hat die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.\n\nDer Streitwert für die Revisionsinstanz beträgt 255.645,94 \n\n(500.000 DM).\n\nGründe:\n\nDie Sache wirft keine ungeklärten Rechtsfragen von grundsätzlicher Be-\n\ndeutung auf und ist im Ergebnis richtig entschieden (§ 554b ZPO a.F.).\n\nDer Klägerin ist ein ersatzfähiger Schaden in Höhe von 500.000 DM\n\nentstanden, weil sie den Vorprozeß ohne den Eintritt der Verjährung gewonnen\n\nhätte. Die Auslegung des § 2 des Schenkungsvertrages vom 17. Mai 1993\n\ndurch das Berufungsgericht ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Die\n\ndanach von der Erbin auszugleichenden Sanierungsrückstände bei Erlöschen\n\ndes Nießbrauchs \n\nbetreffend \n\ndie \n\nHausgrundstücke \n\nB. 32,\n\nR. 32 sowie ½ Anteil R. 32A belaufen sich nach dem urkund-\n\nlich belegten Parteivortrag der Klägerin (vgl. BGHZ 98, 32, 40; BGH, Urt. v.\n\n18. Februar 1987 - IVa ZR 196/85, VersR 1987, 1007, 1008; v. 11. Mai 1993\n\n- VI ZR 243/92, NJW 1993, 2382, 2383; v. 22. April 1997 - VI ZR 198/96, NJW\n\n1997, 3381, 3382) auf mindestens 500.000 DM. Soweit der Beklagte dem Klä-\n\ngervortrag zu einzelnen Positionen der in Ansatz gebrachten Sanierungskosten\n\nentgegen getreten ist und den von dem Privatgutachter erhobenen Zuschlag\n\nvon 10-15 % gerügt hat (vgl. insbesondere Schriftsätze seiner Prozeßbevoll-\n\nmächtigten v. 3. November 1999 S. 9-11; v. 6. März 2000 S. 3), stellt dies we-\n\nder den Klägervortrag insgesamt noch die tatrichterliche Schätzung des Min-\n\ndestbetrages der rückständigen Ausbesserungs- und Erneuerungsarbeiten\n\ngemäß § 287 ZPO in Frage. Das Berufungsgericht durfte deshalb entscheiden,\n\nohne den von der beweispflichtigen Klägerin angeregten Sachverständigenbe-\n\nweis zu erheben.\n\nKreft\n\nKirchhof\n\nFischer\n\nGanter\n\nKayser","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2000/IX_ZR_117-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-12-18/ix-zr-117-00","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 287","ref_norm":"287","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2000/IX_ZR_117-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2000/IX_ZR_117-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2002-12-18/ix-zr-117-00","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/2000/IX_ZR_117-00.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 13:51:07.367641+00:00"}}