{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/IX_ZS/1999/IX_ZR__50-99","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IX. Zivilsenat","decided":"2001-07-12","aktenzeichen":"IX ZR 50/99","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nIX ZR 50/99\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n12. Juli 2001\n\nin dem Rechtsstreit\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\n\nDr. Kreft und die Richter Stodolkowitz, Dr. Zugehör, Dr. Ganter und Raebel\n\nam 12. Juli 2001\n\nbeschlossen:\n\nDie Revision der Klägerin gegen das Urteil des 15. Zivilsenats in\n\nKassel des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 7. Januar\n\n1999 wird nicht angenommen.\n\nDie Kosten des Revisionsverfahrens werden der Klägerin aufer-\n\nlegt.\n\nDer Streitwert für die Revisionsinstanz beträgt 166.795,80 DM.\n\nGründe:\n\nDie Sache wirft keine entscheidungserhebliche Rechtsfrage von grund-\n\nsätzlicher Bedeutung auf; die Revision bietet keine Aussicht auf Erfolg (§ 554b\n\nZPO).\n\n1. Das Berufungsgericht hat zu Recht angenommen, daß die Verjährung\n\neines Regreßanspruchs der Klägerin gegen den beklagten Rechtsanwalt nach\n\n§ 51 BRAO a.F. (= § 51b BRAO n.F.) mit der Verkündung des Zuschlags am\n\n22. Juni 1994 begonnen hat, weil dieser damit - schon vor seiner Rechtskraft -\n\ngemäß §§ 89-91 Abs. 1 ZVG wirksam geworden ist (vgl. BGH, Urt. v. 9. De-\n\nzember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960; Zeller/Stöber, ZVG 16. Aufl.\n\n§ 89 Rn. 2.3). Auf die Zustellung des Zuschlagsbeschlusses gemäß § 88 ZVG\n\nkommt es insoweit nicht an, weil diese nur Bedeutung für den Beginn der Frist\n\nzur Beschwerde gegen diese Entscheidung hat (§ 98 Abs. 1 ZVG mit § 96\n\nZVG, § 577 Abs. 2 ZPO), aber nicht die mit der Verkündung eintretende Wirk-\n\nsamkeit des Zuschlags - auch gegenüber den in § 88 ZVG genannten Betei-\n\nligten - berührt (Zeller/Stöber, aaO § 89 Rn. 2.1).\n\n2. Eine Sekundärhaftung des Beklagten ist zwar mit Rücksicht auf des-\n\nsen Schreiben an den Sohn der Klägerin vom 23. Juni 1994 entstanden (vgl.\n\ndazu BGH, Urt. v. 9. Dezember 1999, aaO). Das Berufungsgericht hat aber\n\nohne Rechtsfehler angenommen, daß die sekundäre Pflicht des Beklagten zum\n\nHinweis auf einen möglichen Regreßanspruch und dessen Verjährung wegge-\n\nfallen ist, weil die Klägerin rechtzeitig vor Ablauf der Verjährungsfrist durch ih-\n\nren erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten in der Haftungsfrage beraten\n\nworden ist (vgl. BGH, Urt. v. 28. September 1995 - IX ZR 227/94, WM 1996,\n\n33, 34; v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, WM 2001, 736, 739).\n\nKreft Stodolkowitz Zugehör\n\n Ganter Raebel","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/1999/IX_ZR__50-99.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-07-12/ix-zr-50-99","cited_norms":[{"jurabk":"ZVG","ref":"§ 88","ref_norm":"88","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 577","ref_norm":"577","n":1},{"jurabk":"ZVG","ref":"§ 96","ref_norm":"96","n":1},{"jurabk":"ZVG","ref":"§ 98","ref_norm":"98","n":1},{"jurabk":"BRAO","ref":"§ 51","ref_norm":"51","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/1999/IX_ZR__50-99.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/1999/IX_ZR__50-99.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-07-12/ix-zr-50-99","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IX_ZS/1999/IX_ZR__50-99.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 12:14:57.081903+00:00"}}