{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/IV_ZS/2007/IV_ZR_138-07","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IV. Zivilsenat","decided":"2008-02-27","aktenzeichen":"IV ZR 138/07","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIV ZR 138/07\n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n27. Februar 2008 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden \n\nRichter Terno, die Richter Dr. Schlichting, Seiffert, die Richterin \n\nDr. Kessal-Wulf und den Richter Dr. Franke \n\nam 27. Februar 2008 \n\nbeschlossen: \n\n1. Die Beschwerde der Beklagten gegen das Urteil des \n\n24. Zivilsenats \n\nin Darmstadt des Oberlandesgerichts \n\nFrankfurt am Main vom 27. April 2007 wird zurückgewie-\n\nsen, weil sie nicht aufzeigt, dass die Rechtssache grund-\n\nsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts \n\noder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung \n\neine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert. \n\n Auf eine Vernehmung der Zeugen S. , H. \n\nund G. kam es nicht an. Wie bereits das Landgericht \n\nausgeführt hat, können diese Zeugen nichts dazu bekun-\n\nden, wie es zu der umstrittenen Unterschrift des Erblas-\n\nsers unter dem Schriftstück vom 14. Oktober 1997 ge-\n\nkommen ist. Es gibt auch keinen Lebenserfahrungssatz, \n\ndass die neben der Unterschrift der Ehefrau stehende \n\nUnterschrift des Erblassers unter einem als Gemein-\n\nschaftliches Testament bezeichneten Schriftstück auch \n\ntatsächlich vom Erblasser herrührt, wenn er es mit der \n\nBemerkung \"das haben wir gemacht\" mit Zeugen bespro-\n\nchen hat. Überdies hat es sich nach der von der Be-\n\nschwerde in Bezug genommenen Aussage des Zeugen \n\nS. bei dem Schriftstück vom 14. Oktober 1997 nur \n\num einen Entwurf gehandelt, auf dessen Grundlage ein \n\nnotarielles Testament erst noch hätte errichtet werden \n\nsollen, der aber selbst noch keine Verfügung von Todes \n\nwegen darstellt. Im Übrigen hält der Senat daran fest, \n\ndass jede unter Nr. 4 des § 2339 Abs. 1 BGB fallende \n\nHandlung zur Erbunwürdigkeit führt, ohne dass es darauf \n\nankommt, ob der Täter aus anerkennenswerten Motiven \n\ngehandelt hat oder nicht (BGH, Urteil vom 20. Oktober \n\n1969 - III ZR 208/67 - NJW 1970, 197 unter 2 b; OLG \n\nStuttgart ZEV 1999, 187 mit Hinweis auf die Nichtan-\n\nnahme der Revision S. 188). \n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 \n\nSatz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen. \n\n2. Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfah-\n\nrens. \n\n3. Streitwert: 800.000 € \n\nTerno Dr. Schlichting Seiffert \n\n Dr. Kessal-Wulf Dr. Franke \n\nVorinstanzen: \n\nLG Darmstadt, Entscheidung vom 30.11.2004 - 10 O 308/03 - \n\nOLG Frankfurt in Darmstadt, Entscheidung vom 27.04.2007 - 24 U 6/05 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IV_ZS/2007/IV_ZR_138-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-02-27/iv-zr-138-07","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 2339","ref_norm":"2339","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IV_ZS/2007/IV_ZR_138-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IV_ZS/2007/IV_ZR_138-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-02-27/iv-zr-138-07","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/IV_ZS/2007/IV_ZR_138-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 19:17:10.202497+00:00"}}