{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"IV. Zivilsenat","decided":"2006-11-21","aktenzeichen":"IV ZR 143/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIV ZR 143/05\n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n21. November 2006 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsit-\n\nzenden Richter Terno, die Richter Seiffert, Wendt, die Richterin \n\nDr. Kessal-Wulf und den Richter Felsch \n\nam 21. November 2006 \n\nbeschlossen: \n\nDie als Gegenvorstellung zu behandelnde Beschwerde der \n\nBeklagten gegen die Streitwertfestsetzung in dem Senats-\n\nbeschluss vom 27. September 2006 wird zurückgewiesen. \n\nGründe:\n\n1 \n\n2 \n\nEine Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung durch den Bun-\n\ndesgerichtshof ist unzulässig (vgl. § 68 Abs. 1 Satz 5 i.V. mit § 66 Abs. 3 \n\nSatz 2, 3 GKG). Sie ist jedoch als Gegenvorstellung anzusehen (vgl. \n\nBGH, Beschluss vom 5. Oktober 2006 - V ZB 168/05 - juris; BVerfG NJW \n\n2002, 3387). In der Sache hat diese keinen Erfolg. \n\nDas Berufungsgericht hat den Nachlass \"unter Mitberücksichtigung \n\nder Schadensersatzansprüche gegen die Beklagten wegen Verweigerung \n\nder Herausgabe des Nachlasses\" auf insgesamt 4 Mio. DM addiert, hier-\n\nvon einen Feststellungsabschlag von 20% abgesetzt und den Streitwert \n\nunter Berücksichtigung des Erbanteils des Klägers von 7/40 auf \"bis zu \n\n300.000 €\" festgesetzt. Dieser Berechnung vermag sich der Senat nicht \n\nanzuschließen. \n\n3 \n\nIn der Rechtsmittelinstanz ist vom wirtschaftlichen Interesse der \n\nunterlegenen Beklagten auszugehen. Mit der vom Kläger begehrten \n\nFeststellung, dass die Beklagten nicht Erben geworden seien, ist für die-\n\nse der gesamte Nachlass im Streit, so dass dessen voller Wert anzuset-\n\nzen ist und nicht nur der das wirtschaftliche Interesse des Klägers aus-\n\nmachende Erbteil von 7/40. \n\n4 \n\nDiese negative Feststellung schließt im Erfolgsfalle jegliche erb-\n\nrechtlichen Ansprüche aus. Ein Feststellungsabschlag ist deshalb nicht \n\ngeboten (BGH, Beschluss vom 16. Juni 1987 - IVa ZR 24/87 - KostRspr \n\n§ 3 ZPO Nr. 873 [Ls]; vgl. auch Schneider/Herget, Streitwertkommentar \n\n11. Aufl. Rdn. 3201 f.). \n\n5 \n\nIn tatsächlicher Hinsicht bestehen gegen die Bewertung des Nach-\n\nlasses durch das Berufungsgericht mit 2.135.572 DM (829.202 DM + \n\n550.000 DM + 750.000 DM + 6.370 DM), also 1.091.900 € keine durch-\n\ngreifenden Bedenken (GA III 621 f.). Die Einwände der Beklagten gegen \n\ndie Bewertung der Wertpapiere mit 750.000 DM hält der Senat mit dem \n\nBerufungsgericht mangels Substantiierung für unbeachtlich. \n\nTerno Seiffert Wendt \n\n Dr. Kessal-Wulf Felsch \n\nVorinstanzen: \n\nLG Kiel, Entscheidung vom 21.08.2002 - 12 O 100/90 - \n\nOLG Schleswig, Entscheidung vom 20.05.2005 - 3 U 159/02 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-11-21/iv-zr-143-05","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 3","ref_norm":"3","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-11-21/iv-zr-143-05","retrieved":"2026-07-10 21:03:41.112598+00:00"},"card":{"id":"bgh/2006-11-21/iv-zr-143-05","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"IV. 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