{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/II_ZS/2007/II_ZR_241-07","ecli":null,"court":"BGH","senate":"II. Zivilsenat","decided":"2009-02-09","aktenzeichen":"II ZR 241/07","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nII ZR 241/07 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n9. Februar 2009 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 9. Februar 2009 durch \n\nden Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und die Richter Dr. Kurzwelly, \n\nKraemer, Caliebe und Dr. Drescher \n\nbeschlossen: \n\nDie Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revi-\n\nsion in dem Urteil des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts \n\nDüsseldorf vom 8. Oktober 2007 wird zurückgewiesen, weil keiner \n\nder im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt, \n\nnach denen der Senat die Revision zulassen darf. Grundsatzfra-\n\ngen sind nicht zu entscheiden, eine Divergenz liegt nicht vor, und \n\ndie Klägerin macht zu Unrecht geltend, ihre Verfahrensgrundrech-\n\nte seien verletzt worden. Auf dem eingeschlagenen Weg kann die \n\nKlägerin ihr dem Senat grundsätzlich durchaus nachvollziehbares \n\nZiel, die Handhabung der Zinsklausel des Gesellschaftsvertrags \n\nfür Gesellschafterdarlehen pp. durch den Beklagten zu 1 rückgän-\n\ngig zu machen bzw. für die Zukunft zu verhindern, nicht erreichen: \n\nDas Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, dass § 7 des \n\nGesellschaftsvertrags jedenfalls nicht im Sinne des Feststellungs-\n\nantrags zu 3 zu verstehen sei. Dieser widerspricht der pauschalie-\n\nrenden Regelung in § 7 des Gesellschaftsvertrags und kann auch \n\nnicht mit einem anderen Inhalt versehen werden (§ 308 ZPO). Ei-\n\nne Einschränkung auf \"Missbrauchsfälle\" wäre völlig unbestimmt, \n\nwobei der Senat allerdings der Auffassung ist, dass die Praktiken \n\ndes Beklagten zu 1 seiner Treupflicht und dem Geist des Gesell-\n\nschaftsvertrags widersprechen. Eine Leistungsklage auf Neube-\n\nrechnung des Gewinns war nicht Gegenstand des Berufungsver-\n\nfahrens. Eine Zahlungsklage hätte auf Leistung an die Gesell-\n\nschaft lauten müssen. Im Übrigen sieht der Senat von einer nähe-\n\nren Begründung gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO ab. \n\nDie Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 \n\nAbs. 1 ZPO). \n\nStreitwert: 162.458,20 € \n\n(30.000,00 € [Klageantrag 3] + 67.958,20 € [Klageantrag 4 a + \n\n0,00 € [Klageantrag 4 b wegen § 44 GKG] + 50.000,00 € [Klage-\n\nantrag 4 c wegen § 44 GKG] + 2.500,00 € [Klageantrag 5] + \n\n5.000,00 € [Klageantrag 6] + 4.000,00 € [Klageantrag 8 a] + 0,00 € \n\n[Klageantrag 8 b wegen § 45 Abs. 1 Satz 2 und 3 GKG] + \n\n3.000,00 € [Klageantrag 9]) \n\nGoette Kurzwelly Kraemer \n\n Caliebe Drescher \n\nVorinstanzen: \n\nLG Wuppertal, Entscheidung vom 16.08.2006 - 15 O 30/05 - \n\nOLG Düsseldorf, Entscheidung vom 08.10.2007 - I-9 U 18/07 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2007/II_ZR_241-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2009-02-09/ii-zr-241-07","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 44","ref_norm":"44","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 308","ref_norm":"308","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2007/II_ZR_241-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2007/II_ZR_241-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2009-02-09/ii-zr-241-07","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2007/II_ZR_241-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 19:14:19.315039+00:00"}}