{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/II_ZS/2005/II_ZR_299-05","ecli":null,"court":"BGH","senate":"II. Zivilsenat","decided":"2006-10-17","aktenzeichen":"II ZR 299/05","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nII ZR 299/05 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n17. Oktober 2006 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 17. Oktober 2006 \n\ndurch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und die Richter Dr. Kurzwelly, \n\nProf. Dr. Gehrlein, Dr. Strohn und Dr. Reichart \n\nbeschlossen: \n\n1. Der Antrag des Klägers, ihm für das Revisionsverfahren Pro-\n\nzesskostenhilfe zu bewilligen, wird abgelehnt. \n\n2. Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 63.911,48 € \n\nfestgesetzt. \n\nGründe: \n\n1 \n\nDas Prozesskostenhilfegesuch des Klägers ist gemäß § 116 Satz 1 Nr. 1 \n\nZPO unbegründet. Zwar ist der Kläger nicht in der Lage, die Kosten aus der \n\nverwalteten Vermögensmasse aufzubringen. Den freien Mitteln auf dem Ander-\n\nkonto i.H.v. 2.595,03 € am 2. Oktober 2006 stehen offene Massekosten i.H.v. \n\nca. 61.000,00 € gegenüber. Der wirtschaftlich beteiligten Großgläubigerin, der \n\nN. GmbH mit festgestellten Forderungen i.H.v. 830.690,04 €, ist es \n\naber zuzumuten, die Prozesskosten vorzustrecken. \n\n2 \n\nWenn die von dem Kläger gegen den Beklagten C. in dem Pa-\n\nrallelverfahren 4 HK O 29/05 LG Koblenz eingeklagte Forderung \n\ni.H.v. \n\n527.718,06 € eingezogen werden kann, ergibt sich eine freie Masse i.H.v. \n\n(527.718,00 + 2.595,03 - 61.000,00 =) 469.313,03 € abzüglich der Prozesskos-\n\nten aus dem Parallelprozess. Selbst bei einer nur teilweisen Realisierung der \n\nForderung würde im Zweifel noch ein Überschuss verbleiben. Die N. \n\n GmbH hat einen Prozesskostenvorschuss für das Parallelverfahren geleistet \n\nund damit zu erkennen gegeben, dass sie die Erfolgsaussichten jenes Verfah-\n\nrens positiv beurteilt. Dann aber ist es ihr auch zumutbar, für das vorliegende \n\nVerfahren ebenso die Kosten vorzustrecken. Bei insgesamt festgestellten For-\n\nderungen i.H.v. 992.417,40 € wird sie nämlich - bei einem zumindest teilweise \n\npositiven Ausgang des Parallelprozesses - im Rahmen ihrer Quote den über-\n\nwiegenden Teil des in dem vorliegenden Verfahren ggf. zu realisierenden For-\n\nderungsbetrages erhalten. \n\n3 \n\nBei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob auch weitere Insolvenzgläu-\n\nbiger vorschusspflichtig sind, so die Stadt K. mit einer festgestellten Ge-\n\nwerbesteuerforderung i.H.v. 73.901,91 € (s. dazu BGHZ 138, 188 und BGH, \n\nBeschl. v. 2. September 1999 - VII ZA 3/99, NZI 1999, 450), W. R. mit \n\n30.606,40 €, die Eheleute H. mit 32.211,39 € und die Wirtschaftsprüfungsge-\n\nsellschaft F. & Partner mit 39.385,99 €. \n\nGoette \n\nKurzwelly \n\nGehrlein \n\nStrohn \n\nReichart \n\nVorinstanzen: \nLG Koblenz, Entscheidung vom 28.08.2002 - 3 O 159/01 - \nOLG Koblenz, Entscheidung vom 23.09.2003 - 3 U 1251/02 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2005/II_ZR_299-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-10-17/ii-zr-299-05","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 116","ref_norm":"116","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2005/II_ZR_299-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2005/II_ZR_299-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2006-10-17/ii-zr-299-05","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/II_ZS/2005/II_ZR_299-05.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 21:00:46.390384+00:00"}}