{"status":"available","doknr":"BGH-Zivilsenate/III_ZS/2007/III_ZR_249-07","ecli":null,"court":"BGH","senate":"III. Zivilsenat","decided":"2008-12-18","aktenzeichen":"III ZR 249/07","doktyp":"Urteile","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\nIII ZR 249/07\n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n18. Dezember 2008 \n\nin dem Rechtsstreit \n\nDer III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 18. Dezember 2008 durch \n\nden Vorsitzenden Richter Schlick und die Richter Dörr, Dr. Herrmann, die \n\nRichterin Harsdorf-Gebhardt und den Richter Hucke \n\nbeschlossen: \n\nDie Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Re-\n\nvision in dem Urteil des 23. Zivilsenats des Kammergerichts vom \n\n20. September 2007 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen. \n\nStreitwert: 220.652,53 €. \n\nGründe:\n\n1 \n\n2 \n\nDer von der Beschwerde geltend gemachte Zulassungsgrund der Siche-\n\nrung einer einheitlichen Rechtsprechung gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, \n\n2. Alt. ZPO ist nicht gegeben. \n\nDas Berufungsurteil beruht nicht auf einem Verstoß gegen anerkannte \n\nAuslegungsgrundsätze. Das Berufungsgericht hat beachtet, dass die Ver-\n\ntragsauslegung in erster Linie den von den Parteien gewählten Wortlaut und \n\nden diesem zu entnehmenden objektiv erklärten Parteiwillen zu berücksichtigen \n\nhat (BGHZ 124, 39, 44 f.; 150, 32, 37; BGH, Urteile vom 6. Juli 2005 - VIII ZR \n\n136/04 - NJW 2005, 3205, 3207 unter II. 2.a aa; vom 12. Januar 2007 - V ZR \n\n268/05 - NJW-RR 2007, 523, 524 Rdn. 17; jeweils m.w.N.). Es hat den Wortlaut \n\nder fraglichen Vergütungsregelung unter Nr. 46 (2) des zwischen den Parteien \n\nbestehenden Kooperationsvertrags unter Berücksichtigung der Begriffsbestim-\n\nmungen unter 1.34 bis 1.38 so verstanden, dass danach eindeutig auch die \n\nOutdoor-Terminals als Zahlstellen anzusehen seien und das über sie erzielte \n\nGebührenaufkommen der Berechnung der variablen Vergütung zugrunde zu \n\nlegen sei. Die Annahme eines eindeutigen Wortlauts hält der rechtlichen Nach-\n\nprüfung stand. \n\n3 \n\nDas Berufungsgericht hat auch keinen entscheidungserheblichen Ausle-\n\ngungsstoff unter Verletzung des Verfahrensgrundrechts der Beklagten aus \n\nArt. 103 Abs. 1 GG übergangen. Es hat namentlich aus dem von der Beklagten \n\nvorgelegten Einzelvertrag keine abweichende Vergütungsregelung entnehmen \n\nkönnen. \n\n4 \n\nIm Übrigen wird von einer Begründung abgesehen (§ 544 Abs. 4 Satz 2, \n\n2. Halbsatz ZPO). \n\nSchlick \n\nDörr \n\nHerrmann \n\nHarsdorf-Gebhardt \n\nHucke \n\nVorinstanzen: \n\nLG Berlin, Entscheidung vom 30.10.2006 - 101 O 102/05 - \n\nKG Berlin, Entscheidung vom 20.09.2007 - 23 U 195/06 -","source":"bgh","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/III_ZS/2007/III_ZR_249-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-12-18/iii-zr-249-07","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/III_ZS/2007/III_ZR_249-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","attribution":{"source":"bundesgerichtshof.de","source_url":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/III_ZS/2007/III_ZR_249-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1"},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-12-18/iii-zr-249-07","upstream":"https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/III_ZS/2007/III_ZR_249-07.pdf?__blob=publicationFile&v=1","retrieved":"2026-07-10 19:08:51.041744+00:00"}}