{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2008-11-26","aktenzeichen":"5 StR 440/08","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 440/08 \n\nBUNDESGERICHTSHOF \n\nBESCHLUSS \n\nvom 26. November 2008 \nin der Strafsache \ngegen \n\nwegen Beihilfe zur Untreue \n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. November 2008 \n\nbeschlossen: \n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Land-\n\ngerichts Chemnitz vom 24. Januar 2008 gemäß § 349 Abs. 4 \n\nStPO im gesamten Strafausspruch aufgehoben. \n\nDie weitergehende Revision des Angeklagten wird nach \n\n§ 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. \n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhand-\n\nlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmit-\n\ntels, an eine andere Wirtschaftsstrafkammer des Landge-\n\nrichts zurückverwiesen. \n\n1 \n\n2 \n\nG r ü n d e \n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen Beihilfe zur Untreue in \n\nelf Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten \n\nverurteilt. Seine hiergegen gerichtete Revision führt auf die Sachrüge hin zur \n\nAufhebung des gesamten Strafausspruchs; im Übrigen ist sein Rechtsmittel \n\nim Sinne des § 349 Abs. 2 StPO unbegründet. \n\nDie verhängten Strafen können keinen Bestand haben, weil das \n\nLandgericht nur nach § 27 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 StGB gemildert, die \n\nweitere Strafrahmenverschiebung nach § 28 Abs. 1 StGB aber unberücksich-\n\ntigt gelassen hat. Die Vermögensbetreuungspflicht gemäß § 266 Abs. 1 \n\nStGB ist ein strafbarkeitsbegründendes besonderes persönliches Merkmal im \n\nSinne dieser Vorschrift (BGHR StGB § 28 Abs. 1 Merkmal 1), das bei dem \n\nAngeklagten fehlte. Das Landgericht hätte deshalb doppelt mildern müssen, \n\nwenn es den Tatbeitrag des Angeklagten an sich nur als den eines Gehilfen \n\nangesehen hätte (BGHSt 26, 53; BGHR StGB § 28 Abs. 1 Merkmal 2). Hier-\n\nfür spricht nach den Urteilsgründen, dass der Angeklagte sich in einer unter-\n\ngeordneten Position befand und auch nicht an der Tatbeute beteiligt war, \n\nsondern lediglich Arbeitslohn bezog. \n\n3 \n\nDieser Rechtsfehler führt zur Aufhebung des gesamten Strafaus-\n\nspruchs. Die Feststellungen, die sämtlich von dem Fehler unbeeinflusst sind, \n\nkönnen aufrecht erhalten bleiben. Das neue Tatgericht ist nicht gehindert, \n\nweitere Feststellungen zu treffen, die den bisherigen nicht widersprechen. \n\nBrause Raum Schaal \n\nSchneider Dölp","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-11-26/5-str-440-08","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":3},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 28","ref_norm":"28","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 49","ref_norm":"49","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 266","ref_norm":"266","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2008-11-26/5-str-440-08","retrieved":"2026-07-10 19:01:22.463579+00:00"},"card":{"id":"bgh/2008-11-26/5-str-440-08","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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