{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2009-09-16","aktenzeichen":"2 StR 299/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\n2 StR 299/09 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n16. September 2009 \n\nin der Strafsache \n\ngegen \n\nwegen Mordes u. a. \n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbun-\n\ndesanwalts und des Beschwerdeführers am 16. September 2009 gemäß § 349 \n\nAbs. 1 StPO beschlossen: \n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts \n\nWiesbaden vom 17. Dezember 2008 wird als unzulässig verwor-\n\nfen. \n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra-\n\ngen. \n\n1 \n\n2 \n\nGründe: \n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit \n\nRaub mit Todesfolge zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Die hiergegen \n\ngerichtete, auf die Verletzung der \"Regeln des § 136 StPO\" gestützte Revision \n\ndes Angeklagten ist unzulässig. \n\nDie Verfahrensrüge genügt, wie auch der Generalbundesanwalt in seiner \n\nAntragsschrift vom 22. Juli 2009 dargelegt hat, nicht den Begründungsanforde-\n\nrungen des § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO. Ob in der polizeilichen Beschuldigten-\n\nvernehmung vom 20. Mai 2008 das Recht des Angeklagten auf Verteidigerkon-\n\nsultation verletzt worden ist, kann anhand des Revisionsvortrags nicht beurteilt \n\nwerden. Es fehlt die Darstellung desjenigen Teils seiner polizeilichen Verneh-\n\nmung, der sich unmittelbar an die Frage anschloss, ob er nach Rücksprache mit \n\ndem von ihm benannten Anwalt bereit \"wäre\", weitere Angaben zu machen. Die \n\nentsprechende Seite der Niederschrift der Beschuldigtenvernehmung, welche \n\nder Rechtsmittelführer ansonsten der Revisionsbegründung beigefügt hat, wird \n\nnicht vorgelegt (Bl. 177 GA Band VI). Ohne Kenntnis dieses Teils der Verneh-\n\nmung kann nicht beurteilt werden, ob die in der Rechtsprechung des Bundesge-\n\nrichtshofs aufgestellten Voraussetzungen für die Fortsetzung einer Beschuldig-\n\ntenvernehmung eingehalten worden sind (vgl. BGHSt 42, 15; 170). Die Revisi-\n\non legt auch den von ihr in Bezug genommenen Vermerk des KOK O. vom \n\n21. Mai 2008 über die Beschuldigtenvernehmung vom Vortage nicht vor (Bl. \n\n185 GA Band VI). \n\nWegen des unzureichenden Vortrags kann erst recht nicht beurteilt wer-\n\nden, ob der Angeklagte während seiner Beschuldigtenvernehmung nicht mehr \n\nzu einer \"freien Willensfindung\" fähig war bzw. sogar eine verbotene Verneh-\n\nmungsmethode im Sinne des § 136 a StPO gegen ihn angewandt worden ist. \n\nDa die Sachrüge nicht erhoben ist, führt dies zur Unzulässigkeit der Re-\n\nvision insgesamt (BGH NJW 1995, 2047; StraFo 2008, 332). \n\nRissing-van Saan Maatz Rothfuß \n\n Appl Cierniak \n\n3 \n\n4","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2009-09-16/2-str-299-09","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 136a","ref_norm":"136a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 136","ref_norm":"136","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2009-09-16/2-str-299-09","retrieved":"2026-07-10 19:51:24.301067+00:00"},"card":{"id":"bgh/2009-09-16/2-str-299-09","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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