{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2007-10-10","aktenzeichen":"2 StR 169/07","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF \n\n2 StR 169/07 \n\nBESCHLUSS \n\nvom \n\n10. Oktober 2007 \n\nin der Strafsache \n\ngegen \n\nwegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a. \n\nhier: Anhörungsrüge \n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. Oktober 2007 beschlos-\n\nsen: \n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss \n\nvom 15. August 2007 wird auf seine Kosten zurückgewiesen. \n\n1 \n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen unerlaubter Einfuhr von Be-\n\nGründe: \n\ntäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Handel-\n\ntreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in vierzehn Fällen, An-\n\nstiftung zur unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge \n\nin Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht ge-\n\nringer Menge in zwei Fällen, unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln \n\nin nicht geringer Menge in zwei Fällen und unerlaubten Handeltreibens mit Be-\n\ntäubungsmitteln in zehn Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren \n\nverurteilt. Die gegen dieses Urteil gerichtete Revision des Angeklagten hat der \n\nSenat auf Antrag des Generalbundesanwalts am 15. August 2007 durch Be-\n\nschluss gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Mit Schriftsatz \n\nvom 31. August 2007 hat der Verurteilte seine nachträgliche Anhörung gemäß § \n\n356 a StPO beantragt, da sein rechtliches Gehör verletzt sei. \n\n2 \n\nDer Antrag, das Verfahren in die Lage zurückzuversetzen, die vor dem \n\nErlass der Entscheidung des Senats bestand, war zurückzuweisen, da der Se-\n\nnat bei seiner Revisionsentscheidung den Anspruch des Beschwerdeführers auf \n\nrechtliches Gehör nicht verletzt hat. Eine Verletzung rechtlichen Gehörs ergibt \n\nsich weder aus der Antragsbegründung, noch ist sie sonst ersichtlich. Sie folgt \n\nweder daraus, dass der Verwerfungsbeschluss keine eigene Begründung ent-\n\nhielt (vgl. BVerfG, Beschl. vom 27. Mai 2002 - 2 BvR 667/02; BVerfG NJW \n\n1982, 925; BGHR StPO § 349 Abs. 2 Verwerfung 7) und der Senat ohne \n\nHauptverhandlung entschieden hat (§ 349 Abs. 2 StPO; vgl. auch BVerfG Stra-\n\nFo 2007, 370) noch daraus, dass der Senat die Anregung des Angeklagten, \n\neine Hauptverhandlung durchzuführen, nicht vor seiner Entscheidung in der \n\nSache beschieden hat (vgl. BVerfG, Beschl. vom 20. Juni 2007 - 2 BvR 746/07, \n\ninsoweit in StraFo 2007, 370 nicht abgedruckt). Schließlich kam die Aufhebung \n\ndes Untersuchungshaftbefehls durch den Senat schon deshalb nicht in Be-\n\ntracht, weil die Voraussetzungen des § 126 Abs. 3 StPO nicht vorlagen. \n\nBode Rothfuß Fischer \n Roggenbuck RiBGH Dr. Appl ist \n durch Urlaub an der \n Unterschrift gehindert. \n Bode","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-10-10/2-str-169-07","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 126","ref_norm":"126","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-10-10/2-str-169-07","retrieved":"2026-07-10 22:03:49.660594+00:00"},"card":{"id":"bgh/2007-10-10/2-str-169-07","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. Strafsenat","date":"2007-10-10","dockets":["2 StR 169/07"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 10.10.2007 – 2 StR 169/07","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2007-10-10/2-str-169-07","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":2},{"id":"StPO/356a","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"356a","label":"§ 356a StPO","mentions":1},{"id":"StPO/126","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"126","label":"§ 126 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T22:03:49.660594+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}