{"status":"available","doknr":"BGH-Strafsenate/1_StS/2001/1_StR_366-01","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2001-09-25","aktenzeichen":"1 StR 366/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"1 StR 366/01\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n25. September 2001\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schwerer räuberischer Erpressung u.a.\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25. September 2001 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München I\nvom 15. März 2001 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des\nUrteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum\nNachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nDie Verurteilung wegen schwerer räuberischer Erpressung begegnet kei-\nnen durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Der Angeklagte und der Mit-\ntäter K. haben den Geschädigten B. genötigt, dem Mittäter\nK. 3.000,- DM auszuhändigen, weil der Geschädigte eine Rauschgift-\nlieferung des K. nicht bezahlt hatte. Mit der Möglichkeit eines Irrtums\ndes Angeklagten über das Bestehen einer Forderung des K. gegen\nden Geschädigten mußte sich das Landgericht nicht intensiver als gesche-\nhen auseinandersetzen. Zwar kann die irrige Annahme eines Anspruchs\ngegen den Geschädigten einen den Vorsatz ausschließenden Tatbestand-\nsirrtum über die Rechtswidrigkeit der Bereicherung bewirken. Aber nur die\nVorstellung vom Recht geschützter Ansprüche könnte dem Erpressungs-\nvorsatz entgegenstehen (BGHR StGB § 253 Abs. 1 Bereicherungsabsicht\n7). Der Gedanke, daß der Angeklagte glauben konnte, eine solche Forde-\nrung des K. berechtigt mit Gewalt eintreiben zu können, liegt bei einem\nBetäubungsmittelgeschäft regelmäßig so fern, daß es hier keiner weiteren\nErörterung bedurfte (vgl. BGH, Beschl. vom 27. Juni 2001 - 3 StR 64/01; zu\neinem anderen Sachverhalt mit anderen Vorstellungen zur subjektiven\nSeite vgl. BGH, Beschl. vom 11. Juli 2000 - 4 StR 232/00).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nSchäfer Nack Kolz\n Hebenstreit Schaal","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-09-25/1-str-366-01","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-09-25/1-str-366-01","retrieved":"2026-07-10 12:27:10.755742+00:00"},"card":{"id":"bgh/2001-09-25/1-str-366-01","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2001-09-25","dockets":["1 StR 366/01"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"doknr":"BGH-Strafsenate/1_StS/2001/1_StR_366-01","ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 25.09.2001 – 1 StR 366/01","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-09-25/1-str-366-01","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T12:27:10.755742+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}