{"status":"available","ecli":null,"court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2001-07-23","aktenzeichen":"1 StR 266/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n1 StR 266/01\n\nBESCHLUSS\n\nvom\n\n23. Juli 2001\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Betruges\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 23. Juli 2001 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\n\nMosbach vom 11. Januar 2001 wird als unbegründet verworfen,\n\nda die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtferti-\n\ngung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben\n\nhat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tra-\n\ngen.\n\nErgänzend zu den Ausführungen des Generalbundesanwalts bemerkt\n\nder Senat:\n\nNach den getroffenen Feststellungen stellt es keinen Rechtsfehler dar,\n\ndaß das Landgericht nicht nur die Voraussetzungen des § 46a Nr. 2 StGB,\n\nsondern auch die des § 46a Nr. 1 StGB nicht als erfüllt angesehen hat. § 46a\n\nNr. 1 StGB bezieht sich vor allem auf den Ausgleich der immateriellen Folgen\n\neiner Straftat. Die Vorschrift kann zwar auch bei Vermögensdelikten zur An-\n\nwendung kommen (BGHR StGB § 46a Nr. 1 Ausgleich 1). Sie setzt jedoch, wie\n\nsich insbesondere aus dem Klammerzusatz \"Täter-Opfer-Ausgleich\" ergibt,\n\neinen kommunikativen Prozeß zwischen Täter und Opfer voraus, der auf einen\n\numfassenden Ausgleich der durch die Straftat verursachten Folgen gerichtet\n\nsein muß; das einseitige Wiedergutmachungsbestreben ohne den Versuch der\n\nEinbeziehung des Opfers genügt nicht (BGHR StGB § 46a Wiedergutma-\n\nchung 1). Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Dem Angeklagten ging\n\nes bei seinem \"Bemühen um Schadenswiedergutmachung\" ersichtlich nicht um\n\nden Ausgleich immaterieller Folgen seiner Taten, sondern um Schadensersatz.\n\nDieses Bemühen hat das Landgericht nach § 46 StGB strafmildernd berück-\n\nsichtigt; für eine Anwendung des § 46a Nr. 1 StGB reicht es nicht aus.\n\nSchäfer Nack Kolz\n\n Hebenstreit Schaal","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-07-23/1-str-266-01","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 46a","ref_norm":"46a","n":4},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 46","ref_norm":"46","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-07-23/1-str-266-01","retrieved":"2026-07-10 12:17:11.062826+00:00"},"card":{"id":"bgh/2001-07-23/1-str-266-01","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2001-07-23","dockets":["1 StR 266/01"],"decision_type":"Beschluss","ecli":null,"ids":{"ecli":null},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 23.07.2001 – 1 StR 266/01","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2001-07-23/1-str-266-01","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StGB/46a","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"46a","label":"§ 46a StGB","mentions":4},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1},{"id":"StGB/46","law":"StGB","abbreviation":"StGB","ref":"46","label":"§ 46 StGB","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T12:17:11.062826+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}