{"status":"available","doknr":"OLD496976","ecli":null,"court":"Landgericht Berlin","senate":null,"decided":"2021-04-22","aktenzeichen":"67 S 49/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Orientierungssatz\n\n \n\n1. Hinweis der Dokumentationsstelle des Bundesgerichtshofs: Das Gericht teilt mit, dass die Berufung nach dem Hinweisbeschluss zurückgenommen worden ist.\n\n \n\n2. Zitierung: Anschluss BGH, 3. Juli 2018, II ZB 13/17, ZD 2019, 31.\n\nVerfahrensgang\n\nvorgehend AG Berlin-Mitte, kein Datum verfügbar, 13 C 54/20\n\nTenor\n\n \n\nDie Kammer beabsichtigt, die Berufung als unzulässig zu verwerfen.\n\nGründe\n\n \n1\n\nDie Berufung ist als unzulässig zu verwerfen, da die Mindestbeschwer des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO nicht erreicht ist und auch die Voraussetzungen des § 511 Abs. 2 Nr. 2 ZPO nicht erfüllt sind.\n\n \n2\n\nIn Fällen einer zwischen den Mietvertragsparteien streitigen Auskunftsverpflichtung des Vermieters gemäß § 556g Abs. 3 BGB liegt die Beschwer grundsätzlich - und auch hier - nicht über 600,00 EUR (vgl. BGH, Beschl. v. 3. Juli 2018 - II ZB 13/17, ZD 2019, 31 (allgemein)). An eine davon abweichende Wertfestsetzung des ersten Rechtszugs ist die Kammer nicht gebunden (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007 – VIII ZR 340/06, NJW 2008, 218 beckonline Tz. 10).\n\n \n3\n\nGründe, die für das Amtsgericht hätten Anlass geben müssen, unabhängig von der Beschwer der Beklagten die Berufung gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 2 ZPO zuzulassen, bestanden gemäß § 511 Abs. 4 ZPO nicht. Die Kammer holt deshalb hiermit die vom Amtsgericht unterlassene Zulassungsentscheidung mit der Folge der Nichtzulassung der Berufung nach (vgl. BGH, Beschl. v. 23. März 2011 – XII ZB 436/10, NJW-RR 2011, 998 beckonline Tz. 14).\n\n \n4\n\nEs besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen 2 Wochen, auch zur Frage, ob die Berufung vor dem Hintergrund des erteilten Hinweises zurückgenommen wird. Auf die damit verbundene Kostenreduzierung gemäß Nr. 1222 KV weist die Kammer vorsorglich hin.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/496976","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-berlin/2021-04-22/67-s-49-21","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 511","ref_norm":"511","n":4},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 556g","ref_norm":"556g","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/496976","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/496976","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-berlin/2021-04-22/67-s-49-21","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/496976","retrieved":"2026-07-09 08:50:32.814234+00:00"}}