{"status":"available","doknr":"OLD487502","ecli":null,"court":"Sächsisches Oberverwaltungsgericht","senate":null,"decided":"2021-01-04","aktenzeichen":"6 A 914/20.A","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Az.: \n6 A 914/20.A \n \n3 K 924/19.A \n \n \n \n \n \n \n \nSÄCHSISCHES \nOBERVERWALTUNGSGERICHT \n \nBeschluss \n \nIn der Verwaltungsrechtssache \n \n \n \ndes Herrn \n \n \n \n \n \n- Kläger - \n \n- Antragsteller - \n \n \ngegen \n \n \ndie Bundesrepublik Deutschland \nvertreten durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge \nAußenstelle Chemnitz \nOtto-Schmerbach-Straße 20, 09117 Chemnitz \n \n \n \n- Beklagte - \n \n- Antragsgegnerin - \n \n \n \n \n \n \n \nwegen \n \n \nAsylG \nhier: Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für einen beabsichtigten Antrag \nauf Zulassung der Berufung \n\n \n \n2 \nhat der 6. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts durch den Vorsitzenden \nRichter \nam \nOberverwaltungsgericht \nDehoust, \ndie \nRichterin \nam \nOberverwaltungsgericht Drehwald und den Richter am Oberverwaltungsgericht \nGroschupp \n \nam 4. Januar 2021 \nbeschlossen: \n \nDer Antrag des Klägers, ihm für ein beabsichtigtes Antragsverfahren auf Zulassung \nder Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig vom 14. Okto-\nber 2020 - 3 K 924/19.A - Prozesskostenhilfe unter Beiordnung eines von ihm noch zu \nbestimmenden Rechtsanwalts zu bewilligen, wird abgelehnt. \nGründe \nDer Antrag des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe unter Beiordnung \neines von ihm noch zu bestimmenden Rechtsanwalts hat keinen Erfolg. \nNach § 166 Abs. 1 Satz 1 VwGO i. V. m. § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO erhält eine Partei, \ndie nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der \nProzessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, auf Antrag \nProzesskostenhilfe, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung \nhinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint. \nDer Kläger hat zum einen keine Erklärung über seine persönlichen und \nwirtschaftlichen Verhältnisse vorgelegt, wozu er nach § 166 Abs. 1 Satz 1 VwGO i. V. \nm. § 117 Abs. 2 Satz 1 ZPO verpflichtet ist (BVerwG, Beschl. v. 19. Oktober 2016 - 3 \nPKH 7.16 -, juris Rn. 3; Beschl. v. 23. Januar 2014 - 1 PKH 12.13 - juris Rn. 3; \nSächsOVG, Beschl. v. 5. April 2018 - 3 A 270/18 -, juris Rn. 5). Seine Bedürftigkeit \nist deshalb nicht dargelegt. \nZum anderen muss der Antragsteller darlegen, aus welchen Gründen die Berufung \nzuzulassen ist. Nach § 166 Abs. 1 Satz 1 VwGO i. V. m. § 117 Abs. 1 Satz 2 ZPO ist \nin dem Antrag das Streitverhältnis unter Angabe der Beweismittel darzustellen. \nErfordert das Rechtsmittel, für das Prozesskostenhilfe beantragt wird, eine besondere \nBegründung, ist diesen Erfordernissen auch beim Antrag auf Bewilligung von \n1 \n2 \n3 \n4 \n\n \n \n3 \nProzesskostenhilfe für das beabsichtigte Rechtsmittelverfahren - innerhalb der \njeweiligen Rechtsmittelfrist - Rechnung zu tragen (zur beabsichtigten Einlegung einer \nNichtzulassungsbeschwerde: BVerwG, Beschl. v. 19. Oktober 2016 - 3 PKH 7.16 -, \njuris Rn. 3 f.; Beschl. v. 23. Januar 2014 - 1 PKH 12.13 -, juris Rn. 3, m. w. N.; zum \nAntrag auf Zulassung der Berufung: SächsOVG, Beschl. v. 5. April 2018 - 3 A 270/18 \n-, juris Rn. 5; Beschl. v. 19. September 2017 - 4 A 613/15 -, juris Rn. 5 ff.). Von \neinem nicht anwaltlich vertretenen Antragsteller kann zumindest erwartet werden, \ndass sich aus der Begründung des Prozesskostenhilfeantrags das Vorliegen eines \nZulassungsgrundes in groben Zügen erkennen lässt (BVerwG, Beschl. v. 8. Septem-\nber 2008 - 3 PKH 3.08 -, juris Rn. 3). Hier verlangt § 78 Abs. 4 Satz 4 AsylG die \nDarlegung der Zulassungsgründe. Der anwaltlich nicht vertretene Antragsteller hat \nseinen beim Verwaltungsgericht zu Protokoll erklärten Antrag indes überhaupt nicht \nbegründet. \nKommt die Bewilligung von Prozesskostenhilfe nicht in Betracht, so scheidet auch die \nBeiordnung eines Rechtsanwalts aus. \nDieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 80 AsylG). \n \ngez.: \nDehoust \nDrehwald \nGroschupp \n \n5 \n6","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/487502","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-sachsen/2021-01-04/6-a-914-20-a","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 166","ref_norm":"166","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 117","ref_norm":"117","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 114","ref_norm":"114","n":1},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 80","ref_norm":"80","n":1},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 78","ref_norm":"78","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/487502","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/487502","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-sachsen/2021-01-04/6-a-914-20-a","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/487502","retrieved":"2026-07-09 08:35:53.710473+00:00"}}