{"status":"available","doknr":"OLD455907","ecli":null,"court":"Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen","senate":null,"decided":"2026-03-26","aktenzeichen":"Vf. 9-IV-26","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Vf. 9-IV-26 \n \n \n \n \n \n \n \n \n \nDER VERFASSUNGSGERICHTSHOF \n \nDES FREISTAATES SACHSEN \n \nIM NAMEN DES VOLKES \n \n \nBeschluss \n \nIn dem Verfahren \nüber die Verfassungsbeschwerde \n \n \n1) des Herrn E., \n \n2) der Frau E., \n \n3) des Herrn B., \n \n4) der Frau K., \n \n5) der Frau S., \n \n \nVerfahrensbevollmächtigter: \nDeutsche Juristen & Partner, Herr R., \n \n \n \nhat der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen durch den Vizepräsidenten des Verfas-\nsungsgerichtshofes Andreas Wahl, die Richterinnen Simone Herberger, Elisa Hoven, die Rich-\nter Dirk Kirst, Till Oliver Rothfuß, die Richterin Cornelia Schönfelder und die Richter Klaus \nSchurig, Stefan Ansgar Strewe und Arnd Uhle \n \n \nam 26. März 2026 \n\n \n \n2 \n \nbeschlossen: \n \nDie Verfassungsbeschwerde wird verworfen. \n \n \n \nG r ü n d e : \n \nI. \n \nMit ihrer am 28. Januar 2026 bei dem Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen einge-\ngangenen Verfassungsbeschwerde wenden sich die – durch eine die Bevollmächtigung versi-\nchernde, unter der Bezeichnung „Deutsche Juristen & Partner“ auftretende Person vertretenen \n– Beschwerdeführer gegen die in Art. 102 Abs. 1 Satz 2 der Sächsischen Verfassung enthaltene \nFormulierung „Schulpflicht“. \n \nDie Beschwerdeführer begehren eine Änderung dahingehend, dass das Wort „Schulpflicht“ \ndurch das Wort „Bildungspflicht“ ersetzt werde, und rügen, dass der Freistaat Sachsen ange-\nsichts des erheblichen Ausfalls von Unterrichtsstunden seiner gemäß Art. 102 Abs. 1 SächsVerf \nbestehenden Verpflichtung seit Jahren nicht nachkomme und auch in absehbarer Zeit keine \ndurchgreifende Veränderung zu erwarten sei. \n \nDas Staatsministerium der Justiz und der Sächsische Landtag haben Gelegenheit gehabt, zum \nVerfahren Stellung zu nehmen. \n \n \nII. \n \nDie Verfassungsbeschwerde ist schon deswegen unzulässig, weil sie nicht wirksam erhoben \nwurde. Entgegen den Anforderungen von § 10 Abs. 1 SächsVerfGHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 1 \nBVerfGG wurde sie weder von den Beschwerdeführern selbst noch von einem bei einem deut-\nschen Gericht zugelassenen Rechtsanwalt oder einem Lehrer des Rechts an einer deutschen \nHochschule eingereicht. \n \n \nIII. \n \nDer Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und trifft sie daher \ndurch Beschluss nach § 10 Abs. 1 SächsVerfGHG i.V.m. § 24 BVerfGG. \n \n \n \n \n\n \n \n3 \nIV. \n \nDie Entscheidung ist kostenfrei (§ 16 Abs. 1 Satz 1 SächsVerfGHG). \n \n \n \n \ngez. Wahl \n \n \n \ngez. Herberger \n \n \ngez. Hoven \n \n \n \ngez. Kirst \n \n \n \ngez. Rothfuß \n \n \ngez. Schönfelder \n \n \n \n \ngez. Schurig \n \n \ngez. Strewe \n \n \n \ngez. Uhle","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/455907","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2026-03-26/vf-9-iv-26","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 22","ref_norm":"22","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 24","ref_norm":"24","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/455907","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/455907","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2026-03-26/vf-9-iv-26","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/455907","retrieved":"2026-07-09 07:44:55.656785+00:00"}}