{"status":"available","doknr":"OLD365590","ecli":null,"court":"Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen","senate":null,"decided":"2024-09-19","aktenzeichen":"Vf. 5-IV-24","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Vf. 5-IV-24 \n \n \n \n \n \n \n \n \nDER VERFASSUNGSGERICHTSHOF \n \nDES FREISTAATES SACHSEN \n \nIM NAMEN DES VOLKES \n \n \nBeschluss \n \nIn dem Verfahren \nüber die Verfassungsbeschwerde \n \n \ndes Herrn M., \n \n \n \nhat der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen durch den Vizepräsidenten des Ver-\nfassungsgerichtshofes Andreas Wahl, die Richterinnen Simone Herberger, Elisa Hoven, die \nRichter Markus Jäger, Dirk Kirst, die Richterin Cornelia Schönfelder und die Richter Klaus \nSchurig, Stefan Ansgar Strewe und Arnd Uhle \n \n \nam 19. September 2024 \n \n \nbeschlossen: \n \n \nDie Verfassungsbeschwerde wird verworfen. \n \n \n\n \n \n2 \nG r ü n d e : \n \nI. \n \nMit seiner am 18. Januar 2024 bei dem Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen ein-\ngegangenen Verfassungsbeschwerde wendet sich der Beschwerdeführer gegen den Beschluss \ndes Verwaltungsgerichts Leipzig vom 15. Januar 2024 (7 K 1177/23), welcher seinen Befan-\ngenheitsantrag gegen den Einzelrichter als unbegründet zurückwies. \n \nDer Beschwerdeführer rügt die Verletzung seiner Grundrechte aus Art. 1, 2, 3, 5, 10, 13, 17, \n18, 97, 100, 101, 103, ohne diese näher zu bezeichnen. \n \nDas Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung hat Gele-\ngenheit gehabt, zum Verfahren Stellung zu nehmen. \n \n \nII. \n \nDie Verfassungsbeschwerde ist unzulässig. \n \n1. Sofern der Beschwerdeführer die Verletzung von Grundrechten des Grundgesetzes rügen \nwill, \nist \nder \nRechtsweg \nzum \nVerfassungsgerichtshof \nnicht \neröffnet. \nEine \nVerfassungsbeschwerde kann nach Art. 81 Abs. 1 Nr. 4 SächsVerf i.V.m. § 7 Nr. 4, § 27 \nAbs. 1 SächsVerfGHG nur mit der Behauptung erhoben werden, durch die öffentliche \nGewalt in einem in der Verfassung des Freistaates Sachsen niedergelegten Grundrecht \nverletzt zu sein (SächsVerfGH, Beschluss vom 25. April 2024 – Vf. 3-IV-23; Beschluss \nvom 27. April 2023 – Vf. 54-IV-22; Beschluss vom 24. März 2022 – Vf. 20-IV-21; \nBeschluss vom 6. September 2019 – Vf. 68-IV-19; st. Rspr.). \n2. Aber auch dann, wenn man das Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinen Gunsten nur \nauf in der Verfassung des Freistaates Sachsen gewährleistete Grundrechte bezieht, ist die \nVerfassungsbeschwerde unzulässig, weil sie den Begründungsanforderungen aus Art. 81 \nAbs. 1 Nr. 4 SächsVerf i.V.m. § 27 Abs. 1, § 28 SächsVerfGHG nicht genügt. \na) Nach Art. 81 Abs. 1 Nr. 4 SächsVerf i.V.m. § 27 Abs. 1 und § 28 SächsVerfGHG ist \neine Verfassungsbeschwerde nur zulässig, wenn der Beschwerdeführer substantiiert \ndie Möglichkeit einer Verletzung eigener, durch die Verfassung des Freistaates Sach-\nsen verbürgter Grundrechte darlegt. Hierzu muss er den Lebenssachverhalt, aus dem er \ndie Grundrechtsverletzung ableitet, aus sich heraus verständlich wiedergeben und im \nEinzelnen aufzeigen, welchen verfassungsrechtlichen Anforderungen die angegriffene \nMaßnahme nicht gerecht werde (SächsVerfGH, Beschluss vom 8. Dezember 2023 – \nVf. 102-IV-23; Beschluss vom 10. September 2020 – Vf. 87-IV-20; Beschluss vom \n23. Februar 2010 – Vf. 114-IV-09; st. Rspr.). \n \n\n \n \n3 \nb) Der Beschwerdeführer trägt bereits nicht den dem Ausgangsverfahren zugrunde lie-\ngenden Lebenssachverhalt vor. Er zeigt nicht im Ansatz auf, mit welchen verfassungs-\nrechtlichen Anforderungen die angegriffene Entscheidung nach dessen Auffassung \nkollidieren könnte. Die Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung ist damit nicht er-\nkennbar. \n \n \nIII. \n \nDer Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und trifft sie daher \ndurch Beschluss nach § 10 Abs. 1 SächsVerfGHG i.V.m. § 24 BVerfGG. \n \n \nIV. \n \nDie Entscheidung ist kostenfrei (§ 16 Abs. 1 Satz 1 SächsVerfGHG). \n \n \n \n \ngez. Wahl \n \n \n \ngez. Herberger \n \n \ngez. Hoven \n \n \n \n \ngez. Jäger \n \n \n \ngez. Kirst \n \n \n \ngez. Schönfelder \n \n \n \n \ngez. Schurig \n \n \ngez. Strewe \n \n \n \ngez. Uhle","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/365590","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2024-09-19/vf-5-iv-24","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 24","ref_norm":"24","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/365590","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/365590","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2024-09-19/vf-5-iv-24","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/365590","retrieved":"2026-07-09 04:53:05.122303+00:00"}}