{"status":"available","doknr":"OLD365540","ecli":null,"court":"Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen","senate":null,"decided":"2025-03-13","aktenzeichen":"Vf. 80-IV-24","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Vf. 80-IV-24 \n \n \n \n \n \n \n \n \n \nDER VERFASSUNGSGERICHTSHOF \n \nDES FREISTAATES SACHSEN \n \nIM NAMEN DES VOLKES \n \n \nBeschluss \n \nIn dem Verfahren \nüber die Verfassungsbeschwerde \n \n \ndes Herrn V., \n \n \n \nhat der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen durch den Präsidenten des Verfas-\nsungsgerichtshofes Matthias Grünberg, den Richter Andreas Wahl, die Richterinnen Simone \nHerberger, Elisa Hoven und die Richter Markus Jäger, Dirk Kirst, Klaus Schurig, Stefan Ans-\ngar Strewe und Arnd Uhle \n \nam 13. März 2025 \n \n \nbeschlossen: \n \nDie Verfassungsbeschwerde wird verworfen. \n \n \n\n \n \n2 \nG r ü n d e : \n \nI. \n \nMit seiner am 16. Dezember 2024 bei dem Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen \neingegangenen Verfassungsbeschwerde wendet sich der Beschwerdeführer gegen nicht näher \nbezeichnete Urteile des Amtsgerichts Grimma (4 Cs 153 Js 28511/18 und 1 Ds 603 Js \n41303/21), des Landgerichts Leipzig (12 Ns 153 Js 28511/18 und 14 NBs 603 Js 41303/21) \nsowie des Verwaltungsgerichts Leipzig (3 K 49/23). \n \nDer Beschwerdeführer führt hinsichtlich der Verfahren vor dem Amtsgericht Grimma \n(4 Cs 153 Js 28511/18) und dem Landgericht Leipzig (12 Ns 153 Js 28511/18) aus, es sei \nnicht hinnehmbar, dass eine vermummte kriminelle Gruppe Gewalt anwende und Gerichts-\nprozesse beeinflusse. In den Verfahren vor dem Amtsgericht Grimma (1 Ds 603 Js 41303/21) \nund vor dem Landgericht Leipzig (14 NBs 603 Js 41303/21) wolle man ihn mit einer Geld-\nstrafe in Höhe von 75 Tagessätzen wegen des Verbringens von Kabelschrott, Bitumen und \nAsbest auf ein Gelände bestrafen, obwohl sich weder das Umweltamt noch die Staatsanwalt-\nschaft für die Zustände auf dem Gelände im Übrigen interessierten. Zum Verfahren vor dem \nVerwaltungsgericht Leipzig macht er geltend, dass die Verhandlung im August 2024 stattge-\nfunden habe, obwohl er sich zu dieser Zeit im Krankenhaus befunden habe. \n \nDas Staatsministerium der Justiz hat Gelegenheit gehabt, zum Verfahren Stellung zu nehmen. \n \n \nII. \n \nDie Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, weil sie nicht den Begründungsanforderungen aus \nArt. 81 Abs. 1 Nr. 4 SächsVerf i.V.m. § 27 Abs. 1, § 28 SächsVerfGHG genügt (vgl. zu den \nMaßstäben SächsVerfGH, Beschluss vom 27. April 2023 – Vf. 58-IV-22). \n \nUngeachtet dessen, dass der Beschwerdeführer keine der angegriffenen Entscheidungen vor-\ngelegt hat, mangelt es der Beschwerdeschrift sowohl an der aus sich heraus verständlichen \nDarlegung des zugrundeliegenden Lebenssachverhalts als auch an Ausführungen dazu, mit \nwelchen verfassungsrechtlichen Verbürgungen die angegriffenen Entscheidungen kollidieren \nkönnten. Die Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung ist damit schon nicht erkennbar, so-\ndass die weiteren Zulässigkeitserfordernisse der fristgerechten Einlegung der Verfassungsbe-\nschwerde (§ 29 Abs. 1 Satz 1 SächsVerfGHG) sowie der Rechtswegerschöpfung und Subsidi-\narität (§ 27 Abs. 2 Satz 1 SächsVerfGHG) dahingestellt bleiben können. \n \nZudem ist es nicht Aufgabe des Verfassungsgerichtshofes, die Entscheidungen der Fachge-\nrichte allgemein auf die richtige Auslegung der Gesetze und die korrekte Anwendung einfa-\nchen Rechts im konkreten Fall zu kontrollieren. Der Verfassungsgerichtshof ist kein Rechts-\nmittelgericht. Er hat lediglich zu prüfen, ob bei der Anwendung einfachen Rechts Grundrech-\nte des Beschwerdeführers verletzt wurden (SächsVerfGH, Beschluss vom 21. November 2024 \n\n \n \n3 \n– Vf. 60-IV-24 [HS]/Vf. 70-IV-24 [e.A.]; Beschluss vom 18. August 2022 – Vf. 71-IV-21; \nst. Rspr.). \n \n \nIII. \n \nDer Verfassungsgerichtshof ist zu dieser Entscheidung einstimmig gelangt und trifft sie daher \ndurch Beschluss nach § 10 Abs. 1 SächsVerfGHG i.V.m. § 24 BVerfGG. \n \n \nIV. \n \nDie Entscheidung ist kostenfrei (§ 16 Abs. 1 Satz 1 SächsVerfGHG). \n \n \n \n \ngez. Grünberg \n \n \ngez. Wahl \n \n \n \ngez. Herberger \n \n \n \n \ngez. Hoven \n \n \n \ngez. Jäger \n \n \n \ngez. Kirst \n \n \n \n \ngez. Schurig \n \n \ngez. Strewe \n \n \n \ngez. Uhle","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/365540","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2025-03-13/vf-80-iv-24","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 24","ref_norm":"24","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/365540","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/365540","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2025-03-13/vf-80-iv-24","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/365540","retrieved":"2026-07-09 04:53:03.654831+00:00"}}