{"status":"available","doknr":"OLD365479","ecli":null,"court":"Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen","senate":null,"decided":"2025-11-13","aktenzeichen":"Vf. 68-IV-25 (HS)/Vf. 69-IV-25 (e.A.)","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Vf. 68-IV-25 (HS) \n 69-IV-25 (e.A.) \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \nDER VERFASSUNGSGERICHTSHOF \n \nDES FREISTAATES SACHSEN \n \nIM NAMEN DES VOLKES \n \n \nBeschluss \n \nIn den Verfahren \nüber die Verfassungsbeschwerde \nund den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung \n \n \ndes Herrn Q., \n \nVerfahrensbevollmächtigte: \nRechtsanwältin Ricarda Dornbach, \n \nKönigsbrücker Straße 59, 01099 Dresden, \n \n \nhat der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen durch den Präsidenten des Verfassungs-\ngerichtshofes Matthias Grünberg, den Richter Andreas Wahl, die Richterinnen Simone Herber-\nger, Elisa Hoven und die Richter Markus Jäger, Dirk Kirst, Klaus Schurig und Stefan Ansgar \nStrewe \n \nam 13. November 2025 \n \n \nbeschlossen: \n \n \n \n\n \n \n2 \n \n1. Die Verfahren werden eingestellt. \n \n2. Der Freistaat Sachsen hat die dem Beschwerdeführer entstandenen notwendigen \nAuslagen zu erstatten. \n \n3. Der Wert des Gegenstandes der anwaltlichen Tätigkeit wird für das Verfassungs-\nbeschwerdeverfahren auf 8.000,00 EUR und für das Verfahren auf Erlass einer \neinstweiligen Anordnung auf 5.000,00 EUR festgesetzt. \n \n \nG r ü n d e : \n \nDas Verfassungsbeschwerdeverfahren und das Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anord-\nnung sind einzustellen. Mit Erklärung der Erledigung der Hauptsache ist einer Entscheidung, \nob das angegriffene hoheitliche Verhalten den Beschwerdeführer in seinen Grundrechten ver-\nletzt, die Grundlage entzogen (vgl. SächsVerfGH, Beschluss vom 21. November 2008 – \nVf. 62-IV-08; Beschluss vom 26. Mai 2008 – Vf. 60-IV-08). \n \nDie Entscheidung ist kostenfrei (§ 16 Abs. 1 Satz 1 SächsVerfGHG). Der Freistaat Sachsen hat \ndem Beschwerdeführer seine notwendigen Auslagen zu erstatten (§ 16 Abs. 4 SächsVerfGHG). \n \nGemäß § 16 Abs. 4 SächsVerfGHG kann der Verfassungsgerichtshof die volle oder teilweise \nErstattung der notwendigen Auslagen zugunsten des Beschwerdeführers anordnen. Eine Aus-\nlagenerstattung kommt insbesondere in Betracht, wenn sich eine Verfassungsbeschwerde erle-\ndigt hat, die voraussichtlich erfolgreich gewesen wäre (SächsVerfGH, Beschluss vom 16. Juni \n2022 – Vf. 20-IV-22 [HS]/Vf. 21-IV-22 [e.A.]; Beschluss vom 24. März 2022 – Vf. 10-IV-22 \n[e.A.]; Beschluss vom 21. November 2008 – Vf. 62-IV-08; Beschluss vom 26. Mai 2008 – \nVf. 60-IV-08; Beschluss vom 27. Juni 1996 – Vf. 41-IV-94). Dabei entspricht eine Erstattungs-\nanordnung jedenfalls dann der Billigkeit, wenn eine Verfassungsbeschwerde mit hoher Wahr-\nscheinlichkeit Erfolg gehabt hätte, jedoch aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls \nvom Verfassungsgerichtshof nicht mehr verbeschieden werden konnte (SächsVerfGH, Be-\nschluss vom 24. März 2022 – Vf. 10-IV-22 [e.A.]; Beschluss vom 21. November 2008 – Vf. 62-\nIV-08; Beschluss vom 26. Mai 2008 – Vf. 60-IV-08; vgl. BVerfG, Beschluss vom 26. Juni \n2007, NVwZ-RR 2007, 641 [642]). \nNach diesen Maßstäben entspricht es der Billigkeit, hier eine vollständige Auslagenerstattung \nfür das Verfassungsbeschwerdeverfahren und das Verfahren auf Erlass einer einstweiligen An-\nordnung anzuordnen. Das Landgericht hat durch den Beschluss vom 7. Oktober 2025, mit dem \nes die angegriffene Entscheidung aufhob, die Erledigung beider Verfahren herbeigeführt, weil \nhierdurch die mit der Verfassungsbeschwerde geltend gemachte Beschwer und das Bedürfnis-\nses für eine vorläufige Regelung durch den Verfassungsgerichtshof weggefallen sind. In der \nBegründung des Beschlusses hat das Landgericht zum Ausdruck gebracht, dass es die mit der \n\n \n \n3 \nVerfassungsbeschwerde vom 29. August 2025 geltend gemachten Grundrechtsrügen des Be-\nschwerdeführers für berechtigt erachtete. \nDie Festsetzung des Gegenstandswertes beruht auf § 37 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 14 Abs. 1 RVG. \n \n \n \n \ngez. Grünberg \n \n \ngez. Wahl \n \n \n \ngez. Herberger \n \n \n \ngez. Hoven \n \n \n \ngez. Jäger \n \n \n \ngez. Kirst \n \n \n \n \ngez. Schurig \n \n \ngez. Strewe","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/365479","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2025-11-13/vf-68-iv-25-hs-vf-69-iv-25-e-a","cited_norms":[{"jurabk":"RVG","ref":"§ 14","ref_norm":"14","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/365479","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/365479","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/verfassungsgerichtshof-sachsen/2025-11-13/vf-68-iv-25-hs-vf-69-iv-25-e-a","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/365479","retrieved":"2026-07-09 04:53:02.190319+00:00"}}