{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:VGMS:2010:0616.7L236.10.00","court":"Verwaltungsgericht Münster","senate":"7. Kammer","decided":"2010-06-16","aktenzeichen":"7 L 236/10","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDer Antrag wird abgelehnt.\n\nDie Antragstellerin trägt die Kosten des Verfahrens.\n\nDer Streitwert wird auf 374,69 EUR festgesetzt.\n\nG r ü n d e :\n\nDer Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage gegen den Abgabenbescheid vom 22. Februar 2010 ist zulässig, aber unbegründet.\n\nDer Antrag ist zulässig. Insbesondere hat die Antragstellerin vor Anrufung des Gerichts erfolglos um die Aussetzung der Vollziehung des angefochtenen Bescheides nachgesucht (§ 80 Abs. 6 Satz 1 VwGO). \n\nDer Antrag hat aber in der Sache keinen Erfolg. Das Gericht kann die aufschiebende Wirkung grundsätzlich nur dann anordnen, wenn und soweit ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des angefochtenen Bescheides bestehen oder wenn die Vollziehung für den Abgabenpflichtigen eine unbillige, nicht durch überwiegende öffentliche Interessen gebotene Härte zur Folge hätte, vgl. § 80 Abs. 5 i.V.m. Abs. 4 Satz 3 VwGO. Die Frage, ob der Bescheid als solcher rechtmäßig oder rechtswidrig ist, hängt vorliegend von im Hauptsacheverfahren tatsächlich noch zu klärenden Umständen ab. Nach der Satzung des Antragsgegners trägt die Antragstellerin die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Abwasserzähler unrichtig angezeigt hat, vgl. § 4 Abs. 8 Satz 5 i. V. m. Abs. 5 Satz 5 der Gebührensatzung vom 19. Dezember 2008 zur Entwässerungssatzung für das kanalisierte und nicht kanalisierte Gebiet der Stadt Warendorf vom 17. Dezember 1998. Sie ist verpflichtet, substantiiert darzulegen, wodurch und in welcher Größenordnung die Wassermengen nicht richtig gemessen worden sind. Auf diesen Punkt wurde die Antragstellerin bereits in dem Erörterungstermin zu dem abgeschlossenen Verfahren 7 K 1268/08 hingewiesen. Da dieser Nachweis bisher nicht erbracht werden konnte und unklar ist, ob dies im Hauptsacheverfahren erfolgen wird, ist zu Lasten der Antragstellerin zu entscheiden. Nach der gesetzgeberischen Wertung des § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO überwiegt in diesen Fällen das behördliche Vollzugsinteresse.\n\nFür die Annahme einer unbilligen Härte bestehen keine Anhaltspunkte.\n\nDie Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO.\n\nDie Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 53 Abs. 2 Nr. 2, 52 Abs. 1 GKG; hier ist im Verfahren auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes von 1/4 des in Rede stehenden Betrages auszugehen (vgl. Streitwertkatalog zur VwGO, Kopp/Schenke, Anh § 164 Ziff. 1.5).","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-muenster/2010-06-16/7-l-236-10","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 80","ref_norm":"80","n":2},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-muenster/2010-06-16/7-l-236-10","retrieved":"2026-10-28 15:57:37.407737+00:00"},"card":{"id":"vg-muenster/2010-06-16/7-l-236-10","court":"VG Münster","court_id":"vg-muenster","court_as_stated":"Verwaltungsgericht Münster","panel":"7. Kammer","date":"2010-06-16","dockets":["7 L 236/10"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:VGMS:2010:0616.7L236.10.00","ids":{"ecli":"ECLI:DE:VGMS:2010:0616.7L236.10.00"},"cite_as":"VG Münster, Beschluss vom 16.06.2010 – 7 L 236/10","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-muenster/2010-06-16/7-l-236-10","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Der Antrag wird abgelehnt.\n\nDie Antragstellerin trägt die Kosten des Verfahrens.\n\nDer Streitwert wird auf 374,69 EUR festgesetzt.","basis":"source_label","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"VwGO/80","law":"VwGO","abbreviation":"VwGO","ref":"80","label":"§ 80 VwGO","mentions":2},{"id":"GKG 2004/53","law":"GKG 2004","abbreviation":"GKG 2004","ref":"53","label":"§ 53 GKG 2004","mentions":1},{"id":"GKG 2004/52","law":"GKG 2004","abbreviation":"GKG 2004","ref":"52","label":"§ 52 GKG 2004","mentions":1},{"id":"VwGO/154","law":"VwGO","abbreviation":"VwGO","ref":"154","label":"§ 154 VwGO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-28T15:57:37.407737+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}